Franz Groll

| Kandidat Bundestag 2013-2017
Franz Groll
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Jahrgang
1943
Wohnort
Gechingen
Berufliche Qualifikation
Ingenieur (Ing.grad.)
Wahlkreis

Wahlkreis 280: Calw

Wahlkreisergebnis: 4,3 %

Parlament
Bundestag 2013-2017

Die politischen Ziele von Franz Groll

Meine wichtigsten politischen Ziele sind:

1. Die soziale Gerechtigkeit, denn ohne Gerechtigkeit kann es keinen Frieden geben.
Um dieses Ziel zu erreichen, müssen die Arbeitseinkommen so hoch sein, dass man ein menschenwürdiges Leben führen und am gesellschaftlichen Leben teilhaben kann. Dies gilt auch für die Transferleistungen für Menschen im Ruhestand oder für kranke Menschen. Die Arbeitslosigkeit ist eine Folge der unzureichenden Wirtschafts- und Gesellschaftspolitik, sie muss beseitigt werden, alle Menschen müssen an der gesellschaftlichen Wertschöpfung teilhaben können, auch Menschen mit Behinderungen.

2. Der Ressourcen- und der Klimaschutz
Die Bewahrung unserer Lebensgrundlagen ist die Voraussetzung, dass den kommenden Generationen die Möglichkeit für ein menschenwürdiges Leben erhalten bleibt. Dazu müssen wir unsere Produktions- und Konsumweise geradezu revolutionieren und wir müssen unsere Wirtschafts- und Gesellschaftsordnung so verändern, dass unsere Wirtschaft auch ohne Wachstum stabil wird.

3. Die Vermeidung von Krisen
Die immer häufigeren und länger andauernden Krisen sind eine Folge der neoliberalen Politik der Deregulierung und Liberalisierung und dem Wettrennen um die niedrigsten Steuersätze für Unternehmen und Kapitalbesitzer. Die "Explosion" der Finanzmärkte, die krankhafte Spekulation und die Verschuldung der Staaten sind die Folgen dieser Politik und die Ursachen der Krisen.

Mein Ziel ist die Verwirklichung einer sozial-ökologischen, solidarischen Gesellschaft in Deutschland und in der EU.

Über Franz Groll

Ich bin Jahrgang 43, verheiratet, wir haben 4 Kinder und einen Pflegesohn aus Kambodscha; von Beruf bin ich Maschinenschlosser und Ingenieur. Ich habe 26 Jahre bei der IBM gearbeitet, davon 3 Jahre als Abteilungs- und 7 Jahre als Hauptabteilungsleiter. Mit 50 Jahren habe ich gekündigt, um von 1994-99 für die Diözese Jérémie in Haiti ein Berufsausbildungszentrum aufzubauen und zu leiten. Zusätzlich habe ich meiner Frau bei der Gründung von zwei Montessorischulen geholfen.
Nach der Rückkehr aus dem Entwicklungsdienst war ich arbeitslos. Diese Zeit habe ich genutzt, um Volkswirtschaft zu studieren. Im September 2004 erfolgte die Veröffentlichung meines Buches "Wie das Kapital die Wirtschaft ruiniert – Der Weg zu einer ökologisch-sozialen Gesellschaft" und im Februar 2009 kam das zweite Buch mit dem Titel "Von der Finanzkrise zur solidarischen Gesellschaft" in den Handel.
Nach dem verheerenden Erdbeben in Haiti am 12.1.2010 habe ich ein eine weitere Berufsschule mit Produktionswerkstätten für 250 Lehrlinge aufgebaut.

Seit der Rückkehr arbeite ich an einem neuen Buch, in dem ich ganz konkret den Übergang vom Kapitalismus zu einer solidarischen, zukunftsfähigen Gesellschaft beschreibe.

Ich bin Mitglied von ATTAC, dem BUND und der Partei DIE LINKE.

Politische Vergangenheit:
Von 1963 bis 1988 war ich Mitglied der CDU.
Während der Ausbildung wurde ich als Jugendbetriebsrat gewählt und in der IBM war ich 3 Jahre Betriebsrat. In unserer Wahlheimat Gechingen war ich 13 Jahre Gemeinderat, wegen der Ausreise nach Haiti bin ich vorzeitig ausgeschieden.
Von Januar 2002 bis Februar 2004 war ich Mitglied bei den Grünen.
Im August 2004 bin ich in die neu gegründete WASG eingetreten, ich war von Anfang an Mitglied des Landesvorstandes von Ba-Wü, außerdem war ich bei der WASG Mitglied der bundesweiten Programmkommission.
Seit dem Zusammenschluss der WASG mit der PDS zur Partei DIE LINKE bin ich in der innerparteilichen Gruppierung "Ökologische Plattform" aktiv.

Alle Fragen in der Übersicht
# Finanzen 17Sep2013

Sehr geehrter Herr Groll !

Vielstimmig ist der Chor der Menschen die sich fragen, warum muss man die Banken retten ?
Die Bankenkrise...

Von: Jvyuryz Xüfgreznaa

Antwort von Franz Groll
DIE LINKE

(...) Leider ist es so, wie Sie schreiben, unter den Fehlentwicklungen in der Finanzbranche "leidet das ganze Volk", man kann sogar sagen - die gesamte Menschheit. Die Bankmanager beziehen unglaubliche Gehälter und Bonis, spielen sich als die Oberaufseher der PolitikerInnen auf, verbitten sich jegliche Einmischung des Staates und wenn sie sich in Milliardenhöhe verspekulieret haben, dann erwarten sie mit der größten Selbstverständlichkeit, dass ihnen mit Steuergeldern aus der Patsche geholfen wird und ihre Verluste ausgeglichen werden. (...)

# Sicherheit 16Sep2013

Sehr geehrter Herr Groll !

Ich habe erfahren, dass Sie grosse Bedenken in punkto Staatsverschuldung haben.
Müssen wir "HÄUSLE-...

Von: Jvyuryz Xüfgreznaa

Antwort von Franz Groll
DIE LINKE

(...) Es stimmt, dass ich bezüglich der Staatsverschuldung große Bedenken habe. Den Wandel vom Steuerstaat zum Schuldenstaat habe ich von Anfang an abgelehnt, er war einer von 4 Gründen, weshalb ich 1988 aus der CDU ausgetreten bin. (...)

# Wirtschaft 12Sep2013

Hallo Franz Groll,

2 Fragen habe ich Dir jetzt wieder schicken wollen. Sie kamen aber von www....

Von: Reuneq Oramvat

Antwort von Franz Groll
DIE LINKE

(...) Noch haben wir 3 Millionen Arbeitslose und einen hohen Handelsbilanz-Überschuss, das bedeutet, dass wir jetzt noch eine günstige Zeit für diese Politik der Zukunftssicherung haben, aber aller höchstens noch etwa 10 - 15 Jahre. Aufgrund des demographischen Wandels, bleibt uns nicht mehr viel Zeit für die quasi "kostenlose" Ökologisierung unserer Wirtschaft, danach geht es nur noch mit Wohlstandsverlust. (...)

# Finanzen 8Sep2013

Sehr geehrter Herr Groll,

grundsätzlich denek ich auch, dass ein Mindestlohn absolut nötig ist. Dies hat sich DIE LINKE als ein Hauptthema...

Von: Pben iba Unrsgra

Antwort von Franz Groll
DIE LINKE

(...) Sie haben völlig recht, dass ein Mindestlohn, von dem man leben kann, eigentlich selbstverständlich sein müsste und, wie Sie schreiben, ein Gebot des Anstandes ist. (...) Und nun zu ihren Ausführungen über die Mitglieder, die früher der SED (...)

Hallo Franz Groll,

vor mir habe ich Deinen Kandidatenflyer. In ihm vermisse ich den Hinweis, dass Du einige Jahr lang zusammen mit Deiner...

Von: Reuneq Oramvat

Antwort von Franz Groll
DIE LINKE

(...) Auf dem begrenzt vorhandenen Platz war es mir wichtig darzustellen, weshalb ich immer noch, trotz meines nicht mehr gerade jugendlichen Alters, politisch aktiv bin und mich der Wahl stelle und das ist eben mein Aufbegehren gegen die zunehmende soziale Ungerechtigkeit und die Sorge, dass wir die kommenden geburtenschwachen Jahrgänge überfordern, weil wir ihnen neben der höheren Belastung für die Versorgung der größeren Anzahl von älteren Menschen, auch noch die Lasten der Staatsverschuldung hinterlassen. Und am allermeisten Kummer bereitet mir die Tatenlosigkeit der Regierungen der letzten 20 Jahre in der Ökologiepolitik. (...)

Sehr geehrter Herr Groll !

Bei Ihren Vorträgen bei Wahlversammlungen über aktuelle Probleme mit den Themen u.a. Staatsverschuldung,...

Von: Jvyuryz Xüfgreznaa

Antwort von Franz Groll
DIE LINKE

(...) Der Klimawandel, verursacht durch den Ausstoß von klimaschädlichen Gasen, wie z.B. das CO2, das bei der Verbrennung von Kohle, Öl und Gas zusätzlich entsteht, wird uns aber dazu zwingen, nicht einmal alle konventionell ausbeutbaren Öl- und Gasvorkommen zu nutzen, weil sonst die Konzentration von CO2 in der Luft zu stark ansteigt. (...) Dass auch andere Rohstoffe knapp werden und die Staaten alles versuchen, den Nachschub zu sichern, wie z.B. bei Coltan, hört man auch gelegentlich. (...)

# Soziales 31Aug2013

Herr Groll,

in diesem Wahlkampf spielt, leider manchmal nur am Rande, endlich einmal das Thema Inklusion eine Rolle.
Welche Position...

Von: Enycu Zbyqraunhre

Antwort von Franz Groll
DIE LINKE

(...) Sie fragen, welche Position ich und die Partei DIE LINKE beim Thema "Inklusion" vertreten. Mit dem Ausdruck "Inklusion" wird in der Regel immer die Inklusion von Behinderten in unser normales Umfeld verstanden; bei den Kindern die Inklusion in die Schulen der Kinder ohne Behinderung und bei den Erwachsenen die Inklusion der Menschen mit Behinderungen in die Betriebe und Verwaltungen. Ich nehme an, dass Sie das auch meinen. (...)

# Integration 29Aug2013

Sehr geehrter Herr Groll,

fängt Integration nicht in den Köpfen der Menschen an ? Ich wäre dafür, dass man Asylbewerberheime nicht in...

Von: Unaf-Wbfrs Qeroore

Antwort von Franz Groll
DIE LINKE

(...) Ihr Vorschlag, Asylbewerberheime und Flüchtlingsheime in Gebieten des Bürgertums einzurichten, ist sehr gut, dies kann in der Tat der Einbürgerung dienlich sein, wenn die Asylbewerber/innen dadurch schnelleren Kontakt mit deutschen Familien finden. Ihre Meinung, dass man Asylbewerberheime nicht in sozialen Brennpunkten einrichten sollte, ist ebenso richtig und es muss unbedingt vermieden werden, dass eine Gettoisierung stattfindet, weil sie für die Eingliederung äußerst ungünstig ist. (...)

# Gesundheit 28Aug2013

Sehr geehrter Herr Groll,

ich verstehe nicht, warum Beamte privatversichert sind. Sollte man aufgrund der
Gleichstellung nicht alle...

Von: Unaf-Wbfrs Qeroore

Antwort von Franz Groll
DIE LINKE

(...) Es gibt aber noch ganz andere Gründe für eine grundlegende Reform unseres Gesundheitssystems mit etwa 140 gesetzlichen Krankenkassen und einem ganz komplizierten Vergütungssystem über die kassenärztliche Vereinigung und nochmals etwa 40 privaten Krankenkassen. Dieses System ist so komplex und ineffektiv und deshalb auch teurer als in anderen Ländern. (...)

# Finanzen 27Aug2013

Sehr geehrter Herr Groll,

an den Stammtischen hört man immer wieder, dass wir für die Griechen zahlen. Stimmt dies wirklich ? Ist es nicht...

Von: Unaf-Wbfrs Qeroore

Antwort von Franz Groll
DIE LINKE

(...) Dennoch sind diese Zahlungen auch eine Unterstützung der griechischen Bevölkerung, denn wenn der Schuldenschnitt nicht stattgefunden hätte und Griechenland keine finanzielle Hilfe erhalten hätte, wäre Griechenland zahlungsunfähig gewesen, was die griechische Bevölkerung sehr wahrscheinlich in eine noch verheerendere Situation gebracht hätte, als sie heute vorfinden. (...)

# Internationales 26Aug2013

Sehr geehrter Herr Groll,

von der CDU und der FDP bekomme ich keine ausreichende Antwort auf meine Frage:

stimmt es, dass für den...

Von: Unaf-Wbfrs Qeroore

Antwort von Franz Groll
DIE LINKE

(...)

# Senioren 23Aug2013

Sehr geehrter Herr Groll,

meine letzte Rentenerhöhung betrug 0,25 %. Die Inflationsrate steigt stetig und ist nicht weit von 2 % entfernt....

Von: Unaf-Wbfrs Qeroore

Antwort von Franz Groll
DIE LINKE

(...) Um die zukünftige Erwerbsgeneration nicht zu überfordern, wollen wir, dass alle Erwerbstätigen, also auch Beamte, Politiker/innen und Selbständige in die gesetzliche Rentenversicherung einzahlen. Damit den Menschen mit geringeren Erwerbseinkommen eine ausreichende Rente bezahlt werden kann, müssen die Renten der Gutverdienenden abgeflacht werden. (...)

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