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Eberhard Gienger
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Frage von Stefan L. •

Frage an Eberhard Gienger von Stefan L. bezüglich Jugend

Sehr geehrter Herr Gienger,

bezugnehmend auf die heute beschlossene Empfehlung der Innenministerkonferenz zum Verbot sogenannter "Killerspiele" möchte ich Sie gerne nach Ihrem Standpunkt dazu fragen. Meiner Meinung nach handelt es sich hierbei ähnlich dem Paintball-Verbot wieder um einen populistischen Schnellschuss. Zudem stelle ich mit Bedauern fest, dass die Debatte um dieses Verbot von Unkenntnis, Polemik, Unsachlichkeit und Vorurteilen geprägt ist. Es hat den Anschein, als würden viele dieses Verbot fordern, ohne sich überhaupt näher mit der Thematik beschäftigt zu haben. Zumal hier in Deutschland ohnehin schon die europaweit strengsten Jugendschutzgesetze gelten.

Mit freundlichem Gruß
Stefan Lohr

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Antwort von
CDU

Sehr geehrter Herr Lohr,

vielen Dank für Ihre Anfrage über Abgeordnetenwatch zu dem geplanten Verbot von Killerspielen. Bei der Killerspieldebatte geht es um Spiele, die durch besonders ausgeprägte Gewaltdarstellungen auffallen. Mir fehlt ein wenig das Verständnis für das Spielen dieser Spiele. Das simulierte Töten von Menschen am Bildschirm halte ich für eine äußerst fragwürdige Freizeitgestaltung.

Die Innenminister und -senatoren tagten am 4. und 5. Juni 2009 im Rahmen der deutschen Innenministerkonferenz (IMK). In ihrem Beschluss zur Innenministerkonferenz 2009 fordern die Politiker vor allem ein möglichst schnelles Herstellungs- und Verbreitungsverbot für Spiele, bei denen ein wesentlicher Bestandteil der Spielhandlung die virtuelle Ausübung von wirklichkeitsnah dargestellten Tötungshandlungen oder anderen grausamen oder sonst unmenschlichen Gewalttätigkeiten gegen Menschen ist.

Auch ich spreche mich für ein Verbot dieser Spiele aus.

Mit freundlichen Grüßen

Eberhard Gienger MdB