Jahrgang
1981
Wohnort
Hamburg
Berufliche Qualifikation
Staatsexamen, Promotion (kognitive Linguistik und Politikwissenschaft)
Ausgeübte Tätigkeit
Lehrer
Wahlkreis

Wahlkreis 3: Altona

Liste
Landesliste, Platz 8
Parlament
Hamburg

Hamburg

Bei weiterführenden Schulen soll es in den kommenden Jahren keine grundlegenden Reformen mehr geben.
Position von Dr. Anjes Tjarks: Stimme zu
Als Vater und als Lehrer liegen mir gute Kinderbetreuung und Ganztagsschulen besonders am Herzen. Aus dem Schul-Volksentscheid 2010 haben wir gelernt, dass wir wichtige gesellschaftliche Reformen nicht von oben herab, sondern nur gemeinsam mit den Schulen vor Ort erfolgreich angehen können.
Die Studiengebühren sollen wieder eingeführt werden - das Geld sollen die Hochschulen zusätzlich erhalten.
Position von Dr. Anjes Tjarks: Lehne ab
Ich will ein gerechtes und leistungsstarkes Bildungssystem, das alle Kinder und Jugendlichen, Auszubildende und Studierende – unabhängig von der Herkunft und vom Einkommen der Eltern – optimal fördert. Ich unterstütze die Forderung des Wissenschaftsrats, den Hochschulen eine verlässliche Grundfinanzierung zu gewähren.
Hamburg soll im Bundesrat eine Initiative für die Einführung bundesweiter Volksabstimmungen starten.
Position von Dr. Anjes Tjarks: Stimme zu
Die sieben Hamburger Bezirke sollen als eigene Städte auftreten und nicht mehr als Einheitsgemeinde.
Position von Dr. Anjes Tjarks: Neutral
Ich will, dass die Bezirke mehr Kompetenzen bekommen und die Menschen vor Ort mehr entscheiden dürfen. Ich lehne aber die Volksinitiative, die Hamburg in 23 Städte unterteilen würde, ab - weil man dabei wenig gewinnt und viel Bürokratie schafft.
In Hamburg soll die Kita grundsätzlich gebührenfrei sein.
Position von Dr. Anjes Tjarks: Neutral
Ich würde das begrüßen, allerdings sollten wir so ehrlich sein, dass nach der Gebührenreduzierung jetzt erstmal der Ausbau der Krippenqualität im Vordergrund steht. Gerade die Krippen betreuen überdurchschnittlich viele Kinder aus sozial benachteiligten Familien. Ziel ist es, den Personalschlüssel schrittweise zu verbessern.
Die Schuldenbremse ist gut für Hamburg.
Position von Dr. Anjes Tjarks: Stimme zu
Ich bin insofern ein echter Grüner als mich die Grenzen des Wachstums sehr früh bewegt haben. Wirtschaftswachstum fördert nicht automatisch Wohlfahrt und Lebensqualität. Ich fordere einen alternativen Wohlfahrtsindex und stehe in diesem Zusammenhang zur Schuldenbremse in Hamburg, die auch einen anderen Wachstumsbegriff für Hamburg fördert.
Die Reiterstaffel und das Polizeiorchester sollten aufgelöst werden. Sie kosten zu viel.
Position von Dr. Anjes Tjarks: Stimme zu
Hamburg braucht als freiheitliche und vielfältige Metropole eine moderne Großstadtpolizei. Dafür muss sich Hamburg aber weder eine schicke Reiterstaffel noch ein teures Polizeiorchester leisten. Wichtiger ist es, sich nicht mit sieben Prozent Aufklärungsquote bei Wohnungseinbrüchen zufrieden zu geben.
Hamburg sollte viel mehr Flüchtlinge aufnehmen, als bisher.
Position von Dr. Anjes Tjarks: Neutral
Hamburg muss zu seiner globalen Verantwortung stehen und angesichts zunehmender Fluchtbewegungen einen größeren Anteil bei der Aufnahme von Flüchtlingen leisten. Und dabei gilt: Wer zu uns kommt, ist hier Bürgerin oder Bürger und sollte alle Möglichkeiten haben, die eigene Zukunft in die Hand zu nehmen.
Zur Verbesserung der öffentlichen Sicherheit soll es mehr Videoüberwachung auf Straßen und Plätzen geben.
Position von Dr. Anjes Tjarks: Lehne ab
Videoüberwachungen sind erhebliche Eingriffe in die Grundrechte aller Bürgerinnen und Bürger.
Der bezirkliche Ordnungsdienst sollte wieder eingeführt werden.
Position von Dr. Anjes Tjarks: Lehne ab
Hamburgs Bezirke sind die Orte, die das Lebensgefühl der Menschen prägen und an denen bürgernahe Politik gelebt werden soll. Deshalb wollen wir die Kompetenzen der Bezirke erhöhen. Statt erneuter Einführung eines bezirklichen Ordnungsdienstes, ist es sinnvoller, die Bezirksämter personell besser auszustatten.
Gerichte und Staatsanwaltschaften sind zu verstärken, damit die Justiz schneller arbeiten kann.
Position von Dr. Anjes Tjarks: Stimme zu
Gerichte und Staatsanwaltschaften brauchen ausreichend Personal. Sie haben wichtige Aufgaben, sie sind für die Gewährleistung von Bürgerrechten und für die Aufrechterhaltung der Sicherheit unerlässlich. Ein in einem Gesetz gewährtes Recht ist dann wertlos, wenn ein effektiver Rechtsschutz nicht zur Verfügung steht.
Der Kulturetat sollte deutlich erhöht werden.
Position von Dr. Anjes Tjarks: Stimme zu
Theater, Museen und Festivals steigern die Attraktivität Hamburgs und machen unsere Stadt für Bewohnerinnen und Touristen liebenswert. Wir wollen die Kulturförderung absichern und ausbauen. Die bereits bestehende Kulturtaxe soll zu 100 % in den Kulturetat fließen.
Sozial Benachteiligte sollen den Öffentlichen Nahverkehr kostenlos nutzen können.
Position von Dr. Anjes Tjarks: Lehne ab
Wir wollen das Sozialticket billiger machen, aber es wäre nicht bezahlbar den ÖPNV für diese Personengruppe kostenlos zu machen.
Hamburg soll die Olympischen Spiele ausrichten.
Position von Dr. Anjes Tjarks: Neutral
Meine Zustimmung hängt von einer seriösen Kostenkalkulation und einem vernünftigen Finanzierungsplan ab. Vorher kann man diese Frage seriös nicht beantworten.
Für eine bessere Luftqualität und um die Klimaziele zu erreichen, soll eine City-Maut eingeführt werden.
Position von Dr. Anjes Tjarks: Neutral
Das Busbeschleunigungsprogramm soll gestoppt werden.
Position von Dr. Anjes Tjarks: Stimme zu
Das Busbeschleunigungsprogramm verschlingt zu viel Geld in aufwändigen Kreuzungsumbauten, von denen in erster Linie der Autoverkehr profitiert.
Statt einer neuen U-Bahnlinie soll eine Stadtbahn gebaut werden.
Position von Dr. Anjes Tjarks: Stimme zu
Die Stadtbahn ist die wirtschaftlichste Lösung für die drohenden Kapazitätsprobleme in Hamburg.
In der Innenstadt sollte es mehr Parkplätze geben.
Position von Dr. Anjes Tjarks: Lehne ab
Hamburg ist von ihren geografischen Voraussetzungen eine ideale Fahrradstadt. Hamburg braucht endlich eine Offensive für durchgängige Velorouten – und nicht mehr Parkplätze in der Innenstadt.
Für den Fahrradverkehr soll mehr getan werden, auch wenn das auf Kosten des Autoverkehrs geht.
Position von Dr. Anjes Tjarks: Stimme zu
Ich bin überzeugter Radfahrer. Für mich ist das Rad das ideale Fortbewegungsmittel zwischen meinem Zuhause in Altona, der Kita meines jüngsten Sohnes oder meinem Abgeordnetenbüro in der Innenstadt. Ich will, dass die Bedingungen für Radfahrer besser werden – auch auf Kosten des Autoverkehrs. Eine nachhaltige Verkehrspolitik erhöht die Lebensqualität Hamburgs.
Falls die Elbvertiefung gerichtlich gestoppt wird, muss der Hafen als Ausgleich mehr öffentliche Fördergelder erhalten.
Position von Dr. Anjes Tjarks: Lehne ab
Der Hafen muss zunehmend selbsttragend wirtschaften. Immer höhere Subventionen sind nicht mit der Schuldenbremse vereinbar und drohen auch am EU-Beihilfe-Recht zu scheitern.
Der Hafen soll in der Wirtschaftspolitik stets Vorrang haben.
Position von Dr. Anjes Tjarks: Lehne ab
Der Hamburger Hafen ist eine wichtige Säule der Hamburger und der deutschen Wirtschaft, aber die wirtschaftliche Stärke Hamburgs beruht auf vielen Säulen, etwa den Erneuerbaren Energien, der Kreativwirtschaft, dem Handwerk, unseren Industrieunternehmen oder dem Tourismus.
Der Senat sollte stärker in den Wohnungsmarkt eingreifen, um ausreichend preiswerten Wohnraum sicherzustellen.
Position von Dr. Anjes Tjarks: Stimme zu
Im November 2011 habe ich vom Senat gefordert, eine Bundesratsinitiative für das Bestellerprinzip bei Maklercourtagen („Wer bestellt, bezahlt!“) zu starten. Inzwischen arbeitet nach anfänglichem Widerstand die Große Koalition an der Umsetzung. Auch in Zukunft werde ich mich für sozialverträgliche Mieten einsetzen.

Die politischen Ziele von Dr. Anjes Tjarks

Seit vier Jahren bin ich Abgeordneter in der Hamburgischen Bürgerschaft und konnte einige Erfolge erringen.

  • Meine Forderung von 2011 nach dem Bestellerprinzip bei Maklercourtagen („Wer bestellt, bezahlt!“) wird mittlerweile von der Großen Koalition umgesetzt. Für die Mieterinnen und Mieter ist das eine deutliche Entlastung von unnötigen Kosten.
  • Aufdecken konnte ich, dass der Frachter ‚Atlantic Cartier‘, der während des Kirchentags im Mai 2013 im Hafen brannte, tonnenweise radioaktives Material und Munition an Bord hatte.
  • Aktuell kämpfe ich u.a. für einen besseren Schutz der Menschen vor Fluglärm. Wichtige Hebel sind dabei eine Fluglärmschutzbeauftragte mit mehr Kompetenzen, die strenge Einhaltung der Betriebszeiten und die wirksame Anhebung des lärmabhängigen Landeentgelts.

Was mir in den nächsten fünf Jahren wichtig ist:

  • Der Ausbau des Radverkehrs ist eine der großen Herausforderungen, die in den vergangenen Jahren verschlafen wurde. Ich will, dass die Bedingung für Radfahrer besser werden.
  • Als Vater und als Lehrer liegen mir gute Kinderbetreuung und Ganztagsschulen besonders am Herzen. Die Personalausstattung und die Qualität der Kitas müssen besser werden.
  • Lärm belastet viele Menschen in der Stadt. Den Fluglärm zu mindern und den A7-Deckel zu verwirklichen ist mir ein wichtiges Anliegen.
  • Die neue Mitte Altona ist eines der großen Bauprojekte in dieser Stadt. Mir ist wichtig, dass wir dieses neue Zentrum Altonas so gestalten, dass die Menschen dort gerne wohnen und arbeiten.

Das sind nur ein paar Gründe, warum ich leidenschaftlich und mit großem Engagement Politik mache. Wenn Sie Fragen haben, stehe ich Ihnen gerne zur Verfügung.

Über Dr. Anjes Tjarks

Ich bin ein Hamburger Jung. 1981 in Barmbek geboren und in Jenfeld aufgewachsen, wohne ich heute mit meiner Partnerin und unseren drei Söhnen in der Altonaer Altstadt.

Nach meinem Studium in Hamburg und Südafrika habe ich in Politikwissenschaft und kognitiver Linguistik promoviert und arbeite seit 2010 als Lehrer für Politik und Englisch an der Klosterschule in St. Georg. Bei den Grünen war ich von 2008 bis 2011 stellvertretender Landesvorsitzender.

Seit 2011 bin ich Mitglied der Hamburgischen Bürgerschaft. Dort kümmere ich mich vor allem um die Themen Wirtschafts- und Hafenpolitik. Außerdem bin ich Parlamentarischer Geschäftsführer der Grünen-Fraktion.

Warum mache ich Politik? Ich bin insofern ein echter Grüner als mich die Grenzen des Wachstums sehr früh bewegt haben. Mich treibt die Frage an, wie wir unsere Zukunft verantwortungsbewusst und ökologisch gestalten können. Nicht als Aussteiger-Öko, sondern als verantwortungsbewusster und ökologisch denkender Großstädter. Verantwortung bedeutet für mich dabei, dass Politik keine Klientelpolitik sein darf, sondern das Ganze im Blick behalten muss und in der Gesamtschau gerecht sein muss.

Alle Fragen in der Übersicht
# Umwelt 10Feb2015

(...) der Naturschutzverein Gesellschaft für ökologische Planung (GÖP e.V.) aus Hamburg hat ein Konzept entwickelt, wie ein UNESCO-Biosphärengebiet mitten in Hamburg entstehen könnte: (...)

Von: Znegva Syrvfpuunhre

Antwort von Dr. Anjes Tjarks
DIE GRÜNEN

(...) vielen Dank für Ihre Anfrage zum Biosphärengebiet. Wir Grünen befürworten die Schaffung des Biosphärengebietes Hamburgische Elblandschaft und dessen Anmeldung bei der UNESCO. Aus unserer Sicht stellt das Gebiet eine große Chance für den Schutz der Natur und den Erhalt der einzigartigen Hamburger Kulturlandschaften dar. (...)

(...) 1. Was würden Sie für den Verkehr tun, um mehr Lebensqualität für alle Menschen zu erreichen? (...)

Von: Orawnzva Uneqref

Antwort von Dr. Anjes Tjarks
DIE GRÜNEN

(...) 3. Wir werden in der nächsten Wahlperiode die Eröffnung der Elbphilharmonie erleben. Unabhängig von den gestiegenen Kosten, ist dies ein weiteres Zeichen dafür, dass Hamburg durch Underground Kultur, eine lebendige Clubszene, diverse Festivals, durch Projekte wie Jeki (Jedem Kind ein Instrument) und auch durch Musicals auf dem Weg zu einer international bedeutsamen Musikstadt ist. (...)

(...) Die von nahezu allen Parteien propagierte Absicht, unterschiedlichste Verbesserungen für Radfahrer/innen umzusetzen, sogar mit dem Anspruch, Hamburg nach dem Vorbild Kopenhagens zur fahrradfreundlichsten Stadt auszubauen, stehen im vergangenen Jahr 13 tödlich verunglückte Radfahrer/innen gegenüber. Tatsache ist, dass das Radfahren in Hamburg lebensgefährlich ist. Da mutet es geradezu lächerlich an, mit dem Vorbild Kopenhagens zu werben. (...)

Von: Flovyyr Arhjvegu

Antwort von Dr. Anjes Tjarks
DIE GRÜNEN

(...) Angeordnet werden soll sie nur noch an Straßen, auf denen sie aus Sicherheitsgründen unbedingt erforderlich ist, es keine gefährlichen Einmündungen gibt und die Radwege eine hinreichende Breite haben. Neben dem Radschnellnetz und den Velorouten setzen wir uns dafür ein, dass die Behörden in Abstimmung mit den Verbänden ein Minimalnetz von baulichen Radwegen (unabhängig von der Benutzungspflicht) definieren, das kontinuierlich erhalten und gepflegt wird. Dieses Radwegenetz soll auf den bundesweit geltenden Standard gebracht werden. (...)

30Jan2015

(...) Hamburg hat letztes Jahr das Hamburger Stromnetz von Vattenfall zurück gekauftt - die SPD hat damit den Volksentscheid umgesetzt. Das hat aber noch nicht dazu geführt, dass die Preise sinken oder der Strommix sich verändert. (...)

Von: Gbovnf Jrexanef

Antwort von Dr. Anjes Tjarks
DIE GRÜNEN

(...) Im Sinne einer Energiewende von unten würde ich sehr viel lieber als einen Kauf des Vattenfall-Stromvertriebs durch die Stadt einen massenhaften Wechsel der Stromkunden von Vattenfall zum städtischen Versorger Hamburg Energie sehen. Das wäre ein wichtiger Beitrag zur Energiewende, den jede Hamburgerin und jeder Hamburger ohne viel Mühe und völlig ohne Risiko leisten können, sofort und ohne auf ein Verkaufsangebot von Vattenfall zu warten. (...)

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