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Frage von Jochen G. •

Frage an Diana Zimmer von Jochen G. bezüglich Verkehr

Sehr geehrte Frau Zimmer,

herzlichen Dank für Ihre Arbeit am Volk, ich freue mich immer, dass es Menschen gibt, die Ihr Arbeitsleben der Bevölkerung widmen. Ich habe allerdings hierzu noch eine Frage. Wann wird den etwas gegen den unsäglichen Motorenlärm unternommen? Muss das denn so sein, dass eine kleine Gruppe in ländlicher Gegend alle Anwohner mit unnötigem Lärm quält?

Ich würde mich sehr über eine Antwort hierzu freuen.

Es grüßt Sie
Jochen Goppold

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Antwort von
AfD

Sehr geehrter Herr G.,

vielen Dank für Ihre Frage und entschuldigen Sie, dass ich erst jetzt dazu komme, diese zu beantworten.

Da Ihre Frage einen allgemeinen „unsäglichen Lärm“ beschreibt und auf eine „kleine Gruppe in ländlicher Gegend“ hinweist, würde ich mich zunächst auf den allgemeinen Verkehrslärm beziehen und in einem nachfolgenden Absatz den Motorradlärm einbinden.

Zunächst allgemein: Die Landes-, Kreis und Gemeindestraßen liegen nicht im Zuständigkeitsbereich des Bundes, sondern ausschließlich Bundesstraßen und Autobahnen. Somit ist bezogen auf ihre Frage zum ländlichen Raum, der Landtag bzw. der Kreistag zuständig. Dennoch führe ich gerne meine persönliche Meinung dazu aus.  

Grundsätzlich setze ich mich dafür ein, dass ein umfangreicher Ausbau von Ortsumgehungen stattfindet, um die üblichen Verkehrsflüsse zu den Arbeitsorten aus den Gemeinden - und somit Wohnräumen, auszulagern. Dies wird und wurde in der Vergangenheit gerne durch die „grüne Politik“ mit vorgeschobenen Gründen des Naturschutzes verhindert oder verzögert, während die Zuständigen gleichzeitig jubelnd ganze Wälder abholzen würden, um ebendort Windräder zu platzieren. Der meiste Motorenlärm entsteht durch das Anfahren bzw. das Fahren im hohen Drehzahlbereich, deshalb sollten Ampeln und andere „Stopps“ auf ein Minimum reduziert werden und lieber Tempo 50/40 statt Tempo 30 eingeführt werden. Die meisten Menschen schalten nämlich bei Tempo 30 in den 2. Gang und fahren somit mit höherer Drehzahl, was eigentlich zu einer höheren Lautstärke führt als bei Tempo 50/40.  Ebenso ist die Verkehrsinfrastruktur in vielen Regionen und Gemeinden in einem katastrophalen Zustand. Risse und Löcher in der Deckschicht der Straße führen zu einer nachhaltigen Beschädigung der Straßen und fördern die Entstehung von Schlaglöchern, welche beim Darüberfahren ebenfalls wieder unnötigen Lärm erzeugen.  Im Zuge der hier notwendigen Investitionen sollte dann moderner „Flüsterasphalt“ verwendet werden, welcher die Lärmbelastung weiter massiv senkt.

Für den Fall, dass Sie primär nach Motorradfahrerlärm fragen wollten, so gilt bereits seit längerer Zeit eine Lärmschutznorm der EU. Leider werden die Maßnahmen zur Schallreduzierung der Hersteller von einigen schwarzen Schafen jedoch gezielt ausgebaut oder manipuliert, um den „Sound“ zu erhalten. Deshalb möchte ich mich nicht der generellen Verurteilung von Motorradfahrern und ihrem Hobby anschließen, sondern dazu, dass die Polizei an anderer Stelle, wie z.B. im Bereich der Bürokratie, entlastet wird um an den bekannten Strecken verstärkt genau diese schwarzen Schafe aus dem Verkehr zu ziehen. An objektiv extrem stark betroffenen Orten, welche z.B. aufgrund von Steigung voraussetzen, dass die Motoren auch von vernünftigen Fahrern stark aufgedreht werden müssen, kann ich mir auch Geschwindigkeitsregulierungen vorstellen. Eine schrittweise Verschärfung der Lärmvorschriften für Neu(!)fahrzeuge ist ebenso vorstellbar - jedoch lehne ich generelle und pauschale Verbote für Bestandsfahrzeuge als eine Form der Enteignung ab. Dies wäre auch aus meiner Sicht grundgesetzwidrig. Da jedoch durch die technische Entwicklung z.B. in der Batterietechnik und nicht aufgrund von Verboten, auch zunehmend Elektro-Motorräder auf den Markt kommen wird es hierdurch auf absehbare Zeit ebenfalls zu einer Lärmreduktion kommen.

Ich hoffe, ich konnte Ihre Frage zufriedenstellen beantworten. Falls Sie weitere Fragen oder Anregungen haben, stehe ich Ihnen natürlich sehr gerne zur Verfügung.

 

Mit freundlichen Grüßen

Diana Zimmer