Dennis Eckold

| Kandidat Hessen
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Jahrgang
1981
Wohnort
Darmstadt
Berufliche Qualifikation
Speditions- und Logistikkaufmann
Ausgeübte Tätigkeit
Wahlkreismitarbeiter Südhessen / Student FernUni in Hagen
Wahlkreis

Wahlkreis 49: Darmstadt-Stadt I

Wahlkreisergebnis: 9,41 %

Parlament
Hessen

Hessen

In Hessen soll es mehr Videoüberwachung an öffentlichen Plätzen geben.
Position von Dennis Eckold: Lehne ab
Überwachung durch Kameras bringt nur scheinbar mehr Sicherheit. Tatsächlich werden hier Unmengen von Daten über Bürger*innen gesammelt, vor allem in Verbindung mit Gesichtserkennungsmaßnahmen. Aber pures Sammeln ohne klares Ziel und das entsprechende Personal vor Ort schafft nicht mehr Sicherheit.
Kinder sollen grundsätzlich an einer gemeinsamen Schule unterrichtet werden.
Position von Dennis Eckold: Stimme zu
Bildungserfolg ist noch immer stark abhängig von Einkommen, Vermögen und Herkunft der Eltern. Dabei muss es gleiche Bildungschancen für alle geben, denn Bildung ist keine Ware sondern ein Menschenrecht! Bildungsselektion muss überwunden, Integration und Inklusion verwirklicht werden.
Strafverfolgungsbehörden sollen Onlinedurchsuchungen durchführen und das Nutzungsverhalten von Privatpersonen im Internet überwachen dürfen ("Staatstrojaner").
Position von Dennis Eckold: Lehne ab
Durch solche Maßnahmen wird ein "gläserner Bürger" geschaffen. Es handelt sich dabei um einen Einschnitt der persönlichen Freiheit und Bürgerrechte aller Hessen. Strafverfolgung können gut ausgebildete und ordentlich bezahlte Polizist*innen immer noch am Besten leisten.
Am Bau der Stromtrasse Suedlink soll auch gegen den Widerstand der Bevölkerung festgehalten werden.
Position von Dennis Eckold: Neutral
Erneuerbare Energieerzeugung ist die Zukunft. Ob Wind-, Sonne oder Wasserkraft, irgendwie muss der erzeugte Strom zu den Verbrauchern gelangen. Hier ist allerdings ein Umdenken hin zu dezentraler Versorgung grundsätzlich nötig, was solche Megatrassen obsolet werden lässt.
Es soll ein verbindliches Lobbyregister geben, in dem u.a. Kontakte zwischen Interessenvertretern und Politikern veröffentlicht werden.
Position von Dennis Eckold: Stimme zu
Zu große Einflussnahme einzelner Interessengruppen, gerade aus der Wirtschaft, schadet der Demokratie. Öffentliche Register und öffentliche Gehälter würden hier Abhilfe schaffen.
Asylsuchende sollen eher Sach- statt Geldleistungen bekommen.
Position von Dennis Eckold: Lehne ab
Asylsuchende sollen erst einmal das bekommen, was sie zum Leben brauchen. Ein Dach über dem Kopf. Essen, Dinge des alltäglichen Lebens. Geld gehört da ebenfalls dazu, es ermöglicht die Teilhabe am gesellschaftlichen Leben. Ayslsuchende sind Mitmenschen und verdienen Solidarität und Hilfe.
Alle hessischen Schulen sollen die Betreuung ihrer Schülerinnen und Schüler bis in den späten Nachmittag gewährleisten können.
Position von Dennis Eckold: Stimme zu
Echte Ganztagsschulen sind noch immer Mangelware in Hessen. Um Eltern, hier vor allem Frauen, die Teilhabe am Arbeitsmarkt zu gewährleisten braucht es eine funktionierende Ganztagsbetreuung unserer Kinder.
Menschen mit geringem Einkommen sollen weniger für kulturelle Einrichtungen zahlen.
Position von Dennis Eckold: Stimme zu
Solidarität muss unser Grundsatz sein. Wer weniger hat soll auch weniger zahlen, das ist ein Grundpfeiler einer gerechten Gesellschaft.
Die Infrastruktur für Radfahrerinnen und Radfahrer in hessischen Innenstädten soll verbessert werden.
Position von Dennis Eckold: Stimme zu
Die Infrastruktur MUSS verbessert werden. Radfahren ist in vielen hessischen Städten nur unter Lebensgefahr möglich. Radfahrer und Fussgänger müssen endlich bei der Verkehrsplanung gleichberechtigt mit dem motorisierten Verkehr behandelt werden.
Das derzeitige Nachtflugverbot von 23 Uhr bis 5 Uhr am Flughafen Frankfurt soll beibehalten werden.
Position von Dennis Eckold: Lehne ab
Das ungebremste Wachstum des Frankfurter Flughafens muss gestoppt werden! Weniger Flugbewegungen z.B. durch Verlagerung auf die Schiene, keine Ansiedelung von Billigfliegern aber auch ein ECHTES NachtflugVERBOT von 22 bis 6 Uhr!
Die Landesregierung soll den Bau von Sozialwohnungen vorantreiben.
Position von Dennis Eckold: Stimme zu
Ein Recht auf Wohnen gehört in die Hessische Verfassung! Die Situation in den hessischen Städten ist katastrophal und muss durch öffentliche Investition in den sozialen Wohnungsbau dringend verbessert werden.Zu viele Menschen finden nicht die passende Wohnung und geben zu viel Geld für die Miete aus
Die Mietpreisbremse soll verschärft werden.
Position von Dennis Eckold: Stimme zu
Wohnen darf nicht Objekt von Spekulation sein. Oft geht ein Großteil des Einkommens für die Miete drauf, das soll sich ändern. Die Mietpreisbremse funktioniert schon jetzt nicht, zuerst muss sie rechtlich korrekt geregelt werden, dann im Idealfall verschärft werden.
Die Kita-Betreuung soll ab Geburt grundsätzlich kostenlos sein.
Position von Dennis Eckold: Stimme zu
Bildung in Hessen muss für alle Bürger*innen kostenlos sein. Von der Kita bis zur Hochschule. Denn Bildung ist ein wichtiger Indikator aber auch ein Produkt der sozialen Ungleichheit.
In Hessen soll es mehr staatlich geförderte Programme gegen Rassismus und Antisemitismus geben.
Position von Dennis Eckold: Stimme zu
Rassismus und Antisemitismus aber auch jegliche andere Form von Hass gegenüber Mitmenschen gehören geächtet! Deshalb ist jede geförderte Maßnahme und jedes Bildungsprogramm in diese Richtung zu begrüßen.
Afghanistan ist ein sicheres Herkunftsland, in das Abschiebungen möglich sind.
Position von Dennis Eckold: Lehne ab
Immer wieder erfahren wir über die Medien von schweren Zwischenfällen in Afghanistan. Es ist also kein sicheres Land, geschweige denn ein Land, in das oftmals traumatisierte oder verfolgte Menschen abgeschoben werden sollten.
Menschen mit sehr hohem Einkommen zahlen derzeit ausreichend Steuern.
Position von Dennis Eckold: Lehne ab
Die Hauptlast der Steuern in Deutschland zahlen leider nicht die größten Profiteure des Wirtschaftssystems. Der Spitzensteuersatz ist zu niedrig, es existiert keine Vermögenssteuer und die Erbschaftssteuer für üppige Erbschaften ist lächerlich niedrig! Das will ich, das müssen wir ändern!
Zeitlich befristete Arbeitsverträge sind erforderlich, damit Unternehmen flexibel sein können.
Position von Dennis Eckold: Lehne ab
Im Einzelfall trifft diese Aussage vielleicht zu. Im Regelfall, und da befinden sich viel zu viele Arbeitnehmer, ist ein befristetes Arbeitsverhältnis ein reines Druckmittel und Lohndrückerei. Von einem Arbeitsverhältnis muss man wieder leben können,das Leben soll wieder planbar werden.
Es sollen verstärkt Pflegekräfte aus dem Ausland angeworben werden.
Position von Dennis Eckold: Neutral
Der Pflegenotstand ist gravierend. Um dieses Problem zu lösen müssen alle Möglichkeiten genutzt werden. Trotzdem darf hier keine Lohndrückerei und ein weiteres Schleifen der Arbeits- und Ausbildungsbedingungen stattfinden. Alle Pflegekräfte müssen eine Aufwertung ihrer Tätigkeit erfahren.
Dieselfahrzeuge mit hohem Schadstoffausstoß sollen nicht mehr in den Innenstädten fahren dürfen.
Position von Dennis Eckold: Neutral
Grundsätzlich ist jede Maßnahme hin zu weniger Autoverkehr in den Städten zu begrüßen. Leider bewirkt hier ein reines Dieselverbot weder für Gesundheit noch für die Umwelt viel. Zudem ist diese Maßnahme unsozial und ungerecht. Lieber sollten wir eine echte Verkehrswende hin zu Rad und ÖPNV starten.

Die politischen Ziele von Dennis Eckold

-Bildungserfolg ist noch immer stark abhängig von Einkommen, Vermögen und Herkunft der Eltern. Dabei muss es gleiche Bildungschancen für alle geben, denn Bildung ist keine Ware sondern ein Menschenrecht!

-Unsere Gesundheitsversorgung darf nicht profitabel sein sondern solidarisch, sozial und öffentlich. Alle zahlen ein - weg mit der Zwei-Klassen-Medizin! Pflegeberufe aufwerten und für bessere Bezahlung und Arbeitsbedingungen sorgen.

-Wem gehört die Stadt? Eine neue, soziale und nachhaltige Wohnungspolitik ist erforderlich. Die Versorgung der Bevölkerung mit Wohnraum ist öffentliche Aufgabe, wir brauchen eine aktive Wohnungspolitik von Land, Bund, Gemeinden.

-Von Arbeit muss man leben können! Steigende Armut und prekäre Beschäftigungsverhältnisse müssen bekämpft und die soziale Sicherheit ausgebaut werden. Kurz: Gerechtere Verteilung des gesellschaftlichen Reichtums!

-Eine sozial-ökologische Verkehrswende hin zu barrierefreier Mobilität als Grundsatz für alle Menschen. Das Ziel muss eine Mobilitätsgarantie ohne eigenes Auto sein. Ausbau von Radverkehr, Straßenbahnen und Sammelbussen. Ein Sozialticket einführen, Fahrpreise senken, nahes Ziel: Nulltarif bis 2022!

-Klima und Menschen vor Kapitalismus! Der weitere ungebremste Ausbau des Flughafens muss gestoppt werden: Reduzierung der Flugbewegungen, Kurzstrecke auf die Schiene verlagern, ein ECHTES Nachtflugverbot von 22-6 Uhr! Raus aus der Kohle. Wald schützen und nicht hemmungslos bewirtschaften. Umwelt- und Naturschutz als Landesaufgabe mit mehr Personal und Verantwortung!

-Für ein Hessen im Europa der Demokratie, der Solidarität, des Friedens und der sozialen Gerechtigkeit. Auslandseinsätze beenden, Waffenexporte und Militarisierung stoppen!

-Kampf gegen Rechts und die faschistischen Tendenzen in der Gesellschaft. Dazu die Grundrechte schützen und den Inlandsgeheimdienst abschaffen. Wir stehen ein für das Recht auf Asyl, wir schützen Flüchtlinge!

Über Dennis Eckold

Ich heiße Dennis Eckold. Ich bin 37 Jahre alt, gebürtiger “Heiner”, also in Darmstadt geboren, und seit dem Sommer 2015 wieder in dieser Stadt wohnhaft.

Ich bin ausgebildeter Speditionskaufmann, arbeite als Wahlkreismitarbeiter in Darmstadt und studiere an der FernUni Hagen Politik-, Verwaltungswissenschaften und Soziologie (PVS). In der verbleibenden Freizeit versuche ich möglichst viel Sport zu treiben und erkunde gerne die schöne Heimatstadt.

Vor meiner Rückkehr nach Südhessen war ich einige Jahre auf Reisen und habe die Welt mit anderen Augen gesehen, habe in Neuseeland erlebt, welche Auswirkungen es hat, wenn man ganze Landstriche an Investoren und andere Staaten verhökert, habe in Australien am eigenen Leib erfahren, was es bedeutet kein Geld zu haben und auf der Straße zu leben. In Kanada habe ich den enormen menschlichen Hunger nach Rohstoffen erlebt und zurückgekehrt bin ich in Hartz IV. Da wird einem dann klar, in welcher Gesellschaft wir hier wirklich leben.

Vor diesem Hintergrund und mit dem Erstarken der rechten Kräfte in Europa bin ich dann also ohne einen „klassischen“ politischen Hintergrund und Werdegang 2016 in DIE LINKE. und später in die Gewerkschaft ver.di eingetreten um aktiv etwas zu verändern in Gesellschaft und Politik. DIE LINKE. steht in Hessen als einzige Partei konsequent für eine soziale, ökologische und demokratische Abkehr vom neoliberalen Austeritäts- und Sparkurs. Dieser wird von den übrigen Parteien hier in Hessen seit Jahren praktiziert: Keine Schulden, keine Steuererhöhungen, keine Investitionen. Diese Politik des „Wer soll das bezahlen?“ muss aufhören!

Wir müssen die Verteilungsdiskussion neu entfachen: mehr Geld in die Taschen der Vielen, neue, gut und gerecht bezahlte Arbeit, die Armut verhindert anstatt sie entstehen zu lassen.

Die anstehende Landtagswahl wird eine richtungweisende Wahl für unser Bundesland, in der entschieden wird in welchem Hessen wir in Zukunft leben möchten.

Neben all den falschen Geschichten und offenen Lügen der rechten, reaktionären und neoliberalen Kräfte braucht es eine neue linke Erzählung! Ich will den Menschen erzählen, was mit uns anders wird, ein Angebot machen: Die Vision einer Welt in der wir zukünftig leben wollen!

Alle Fragen in der Übersicht

(...) Ihre Haltung, beim persönlichen Abwägen „zwischen dem Recht auf passive Wählbarkeit einerseits und der Vermeidung von Loyalitätskonflikten andererseits“ zugunsten der Wählbarkeit zu entscheiden, respektiere ich. Sie muss mir ja nicht gefallen.

Von: Unaaryber Onggraoret

Antwort von Dennis Eckold
DIE LINKE

Diese Frage wurde noch nicht beantwortet.

(...) Mir geht es darum, dass die angesprochene Problematik öffentlich wird, diskutiert wird und in der Folge dann eine Änderung der HGO vorgenommen wird. Das dürfte für Sie ja kein Problem sein. (...)

Von: Unaaryber Onggraoret

Antwort von Dennis Eckold
DIE LINKE

(...) Die HGO schließt in §65(2) bereits Doppelmandate aus, also z.B. dass eine Person gleichzeitig in Magistrat und StaVo Mitglied ist. Insofern ist eine Korrektur hier nicht erforderlich. (...)

(...) Sehr geehrter Herr Eckold, gestern Abend kam im Wahltalk die Frage nach der HGO auf: Kritikpunkt war, dass es keine Doppelmandate mehr in Gremien geben darf, die sich gegenseitig kontrollieren sollen. Heißt: keine Ehepartner, von denen einer z. (...)

Von: Unaaryber Onggraoret

Antwort von Dennis Eckold
DIE LINKE

(...) grundsätzlich bin ich der Meinung, dass hauptamtliche Mandatsträger schon aus zeitlichen Gründen keine oder nur stark eingeschränkte Nebentätigkeiten ausüben können/sollten. Und dies auch nur solange die Nebentätigkeit nicht die Integrität und Unabhängigkeit des Mandats beschädigt. (...)

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