Daniel Günther
CDU

Frage an Daniel Günther von Naqernf Fpujnem bezüglich Verbraucherschutz

02. März 2016 - 00:48

Sehr geehrter Herr Günther,

mich würde interessieren, inwiefern Sie einen Widerspruch sehen, zwischen Ihrer Forderung nach mehr Schweinefleisch in öffentlichen Kantinen und dem biblischen Verbot des Schweinefleischkonsums (3.Moses, 7-11).

Stehen Sie mit Ihrer Politik nicht mehr auf den Grundlagen der Bibel?

Mit freundlichen Grüßen,

Andreas Schwarz

Frage von Naqernf Fpujnem
Antwort von Daniel Günther
16. März 2016 - 12:35
Zeit bis zur Antwort: 2 Wochen

Sehr geehrter Herr Schwarz,

gerne will ich Ihnen den Hintergrund des CDU-Antrages näher darlegen.

Anders als der Eindruck in der medialen Berichterstattung entstanden ist, wird darin keine Pflicht gefordert. Auch fordern wir keinen erhöhten Konsum von Schweinefleisch. Im Gegenteil: Ziel des Antrages der CDU-Landtagsfraktion war es, einem Bann von Schweinefleisch aus Kantinen und Mensen aus falsch verstandener religiöser Toleranz entgegenzuwirken. Gleichzeitig wollten wir niemanden zwingen, Schweinefleisch zu essen oder Kantinen und Mensen verpflichten, mehr Schweinefleisch anzubieten. Uns ist allen klar, dass unser Fleischkonsum zu hoch ist. Darum wollten wir auch keine Ernährungsdebatte anstoßen, sondern darauf hinweisen, dass unsere Traditionen - dazu gehört der Konsum von Schweinefleisch - nicht infrage gestellt werden dürfen. Das halten wir für falsch. Wir wollen dagegen Wahlfreiheit.

In den vergangenen Wochen hatten wiederholt schleswig-holsteinische Medien über das Verschwinden von Schweinefleisch aus Mensen und Kantinen aus religiösen Gründen berichtet. Dies haben wir zum Anlass genommen, dem Thema auf den Grund zu gehen, und haben daraufhin den Antrag gestellt, der in letzten Sitzung des Schleswig-Holsteinischen Landtages diskutiert wurde und der bundesweit enorme Aufmerksamkeit erfahren hat.

Im Kern geht es uns dabei um die Frage der Integration. Schließlich erleben wir in letzter Zeit, dass es verstärkt Diskussionen darüber gibt, wie wir kulturelle Gepflogenheiten, die in unserem Land fest verankert sind, verändern, weil angenommen wird, dass es das Zusammenleben mit Minderheiten und Migranten erfordert. Das halten wir für ein falsches Signal. Vor diesem Hintergrund ist auch der besagte Landtagsantrag entstanden.

Mit freundlichen Grüßen

Daniel Günther