Wie können Sie dabei unterstützen, dass sich die psychotherapeutische Versorgungslage nicht verschlechtert?
Sehr geehrter Herr Grosch, ich bin niedergelassene KJP-Therapeutin und schaue mit extremer Besorgnis auf die diskutierten Veränderungen, vor allem die Budgetierung. Ich befürchte, dass ich dann von meinem Beruf in der Selbstständigkeit nicht mehr finanziell leben kann. So könnte es anderen Therapeut:innen auch gehen, Praxen könnten geschlossen werden, weniger Therapien werden angeboten, eine Niederlassung für Nachwuchs unattraktiv. Jetzt schon warten Patient:innen ein Jahr auf einen festen Therapieplatz im Landkreis Hameln-Pyrmont. Diese Wartezeiten würden sich weiter verschärfen. Und das bei Kindern und Jugendlichen, bei denen ein Jahr Zeit extrem bedeutsam ist. Sie sind die Zukunft der Gesellschaft, jeder investierte Euro in Psychotherapie ist eine Prävention gegen weitaus höhere Langzeitfolgen und Kosten. Was für eine Gesellschaft wollen wir sein, dass die, die Hilfe und Schutz besonders benötigen, diese nicht bekommen? Ich bitte Sie, dies bei der Abstimmung zu berücksichtigen.

