Ein junger Herr mit Brille, kurzen braun-schwarzen Haaren, mit dunkel blauen Sakko und weißem Hemd. Hinter dem Kopf eine Kopfstütze
Constantin Grosch
SPD
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Frage von Michael E. •

Sind sie für eaktevierung Bahnhof hasperde und ausssenstelle der gedenkstätte bükceber zum horst Wessel denkmal im Süntel und zum zuchhthaus Hameln

Ein junger Herr mit Brille, kurzen braun-schwarzen Haaren, mit dunkel blauen Sakko und weißem Hemd. Hinter dem Kopf eine Kopfstütze
Antwort von SPD

Sehr geehrter Herr E.,

vielen Dank für Ihre Nachricht und Ihre Fragen zur Reaktivierung des Bahnhofs Hasperde sowie zu möglichen Außenstellen bzw. Ergänzungen im Umfeld des Dokumentations- und Lernorts Bückeberg (u.a. mit Blick auf das ehemalige Horst-Wessel-Denkmal im Süntel und das Zuchthaus Hameln).

Eine Reaktivierung des Bahnhofs Hasperde halte ich derzeit nicht für realistisch. Im Vordergrund steht für mich, dass die S-Bahn und mögliche künftige RE-Verbindungen von Hameln nach Hannover stabil, verlässlich und zügig funktionieren. Gerade mit Blick auf die Haltestellen-Planungen der Region Hannover müssen wir insgesamt darauf achten, dass Fahrzeiten nicht unnötig weiter steigen und das Pendeln per Bahn noch unattraktiver wird. Außerdem ist wichtig, dass Bad Münder nicht herabgestuft wird und dort künftig nicht weniger Züge halten. Vor diesem Hintergrund sehe ich derzeit auch wegen des vergleichsweise geringen Reisenden-Potenzials in Hasperde keine tragfähige Grundlage für eine Reaktivierung. Der Kreistag berät insgesamt derzeit ein Positionspapier zur Bahninfrastruktur. Hasperde spielt dabei allerdings keine Rolle.

Beim Dokumentations- und Lernort Bückeberg möchte ich zunächst, dass wir ihn pädagogisch und inhaltlich weiter festigen. Dabei sind Erweiterungen gut vorstellbar – zum Beispiel ein Unterstand bzw. geschützter Lernort für Gruppen (auch bei schlechtem Wetter) sowie stärkere multimediale Angebote. In diesem Zusammenhang ist ein Hinweis auf das ehemalige Horst-Wessel-Denkmal durchaus logisch, um die historischen Zusammenhänge umfassend und verständlich einzuordnen.

Insgesamt freue ich mich sehr über das Engagement von Chronisten, Heimatpflegern und besonders des Vereins für regionale Kultur- und Zeitgeschichte Hameln rund um Herrn Gelderblom. Dank dieses Einsatzes – und mit Unterstützung durch die Finanzierung des Landkreises – sind erst vor Kurzem in der Nähe des ehemaligen Zuchthauses Gedenktafeln für die Zwangsarbeiter*innen in Hameln entstanden. Das ist ein wichtiger Schritt für eine sichtbare und verantwortungsvolle Erinnerungskultur vor Ort.

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