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Claudius Moseler
ÖDP
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Frage von Felix S. •

Wie sieht das ökologische Gesundheitssystem der ÖDP aus? Halten Sie den Impfstoff mit dem modifizierte RNA in den Körper gespritzt wird noch immer für wertvoll? Wie steht die ÖDP zu den RKI-Leaks?

„Es darf nicht sein, dass tausende Dosen wertvoller Impfstoffe vernichtet werden müssen, weil die Behörden nicht in der Lage sind, die Menschen zu finden, die ihr Recht auf eine Impfung wahrnehmen wollen,“ empört sich Dr. Claudius Moseler. „Die ÖDP fordert, dass sofort auch alle niedergelassenen Ärzte impfen dürfen,"

https://www.oedp-rlp.de/aktuelles/pressemitteilungen/newsdetails/news/jetzt-auch-noch-profit-aus-masken-oedp-empoert-uebe-1

Kein Fund zu RKI-Leaks auf der Seite der ÖDP:

https://www.oedp.de/suche?tx_solr%5Bq%5D=rki+leaks

Keine Aussage zu Vitamin D in der Coronazeit:

http://www.oedp.de/suche?tx_solr%5Bq%5D=Vitamin+D

Verzehrstudie von 2007 zeigt Politik pandemischen Vitamin D-Mangel:

https://de.wikipedia.org/wiki/Nationale_Verzehrsstudie_II#Einige_Ergebnisse

Warum wurde nicht sofort das mögliche gemacht?:

COVID-19-Update für Senioren: Anti-SARS-CoV-2-Eigenschaften von Mikronährstoffen

https://kurzlinks.de/hvya

Wie stehen Sie zu Biontech, Segen oder Fluch für Mainz & Mensch?

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Antwort von ÖDP

Hallo,

Sie fragen nach dem ökologischen Gesundheitssystem der ÖDP und daher zitiere ich hier wichtige Positionen aus unserem Landtagswahlprogramm, die ich an dieser Stelle für relevant und bedeutend halte:

1. Förderung der Wiederansiedlung von Haus- und Facharztpraxen in ländlichen Regionen. Sicherstellung der Erreichbarkeit von gesundheitlichen Einrichtungen (Ärzte, Hebammen, Apotheken, Reha-Einrichtungen) mit Hilfe des ÖPNV oder Taxen gerade auch angesichts der Altersentwicklung unserer Bevölkerung. Der Einsatz von Telemedizin kann ein ergänzender Ansatz sein, um Menschen in ländlichen Gebieten mit gesundheitsrelevanten Dienstleistungen zu unterstützen. Ärzte für die ländlichen Regionen sollten aber nicht in anderen Ländern abgeworben werden und auch nicht aus den Krankenhäusern abgezogen werden, da auch dort Ärztemangel herrscht. Da deutlich mehr Studienplätze für Medizin benötigt werden, darf es keine Begrenzung auf die Universität Mainz geben. Der Numerus Clausus als Auswahlkriterium (1,0) ist abzuschaffen, da er insbesondere den wissenschaftsorientierten medizinischenNachwuchs fördert aber nicht zu mehr Ärzten für die Basisversorgung führt. Zudem sollte das Medizinstudium lebensnaher und damit auch preiswerter gestaltet werden (z.B. viele Unterrichtseinheiten im ambulanten Bereich, d.h. durch Ärzte in ihren Praxen). Wir unterstützen bei der Studienplatzvergabe eine stärkere Bevorteilung von Abiturienten, die vorher eine Ausbildung in der Pflege, Physio- oder Ergotherapie oder als Sanitäter gemacht haben.

2. Die ÖDP tritt für die Sicherstellung der dezentralen, wohnortnahen Krankenhausversorgung ein. Dass eine flächendeckende und gut ausgestattete Klinikinfrastruktur überlebenswichtig ist, hat sich gerade angesichts der Corona-Pandemie deutlich gezeigt. Gesundheit ist keine Ware, die gesundheitliche Versorgung der Bevölkerung in Rheinland-Pfalz muss wohnortnah sichergestellt werden. Das Land muss seinen Beitrag zur Sicherung einer breit aufgestellten medizinischen Infrastruktur in Rheinland-Pfalz leisten. Die Bundesländer sind gesetzlich verpflichtet, die Investitionen im Klinikbereich zu finanzieren. Dieser Aufgabe kommt Rheinland-Pfalz bisher nicht nach. Der Krankenhausbetrieb sollte wirtschaftlich, aber nicht profitorientiert sein: Wenn Krankenhäuser als Bestandteil der Daseinsvorsorge wieder ausschließlich in Bürgerhand wären und alle profitorientierten Unternehmer aus dem ambulanten, stationären und Forschungssektor herausgehalten werden, würde Medizin wieder bezahlbar.  

3. Krankenhausschließungen: Die ÖDP fordert, dass in Rheinland-Pfalz kein Krankenhaus mehr schließen darf. Insolvente und akut von Insolvenz bedrohte Kliniken müssen vom Land aufgefangen werden, ihr Weiterbetrieb muss öffentlich abgesichert und notwendige Investitionen bezahlt werden. Das Land wird aufgefordert, die Schließung vor kurzem geschlossener Kliniken rückgängig zu machen und die Wiederaufnahme des Betriebs finanziell zu ermöglichen. 

4. Medizinische Netzwerke: Um die multidisziplinäre Versorgung bei Menschen mit speziellen Erkrankungen (z.B. Parkinson) und deren Angehörigen zu verbessern, muss das Land die Gründung und die Betreuung medizinischer Netzwerke fördern. In solchen Netzwerken wirken Experten verschiedener Disziplinen (z.B. Ärzte verschiedener Fachrichtungen) und Beteiligte aus unterschiedlichen Gesundheitsberufen (z.B. Ergotherapeuten, Physiotherapeuten, Logopäden, Pflegende und Apotheker) im Sinne eines ganzheitlichen medizinischen Ansatzes zusammen. Darüber hinaus sind auch Betroffene und Angehörige zu beteiligen. Durch Vernetzung und Austausch kann die Versorgung besser, patientenorientierter und individueller gestaltet werden. Durch die Bildung interdisziplinärer Versorgungsteams kann die Expertise aller Fachgruppen gebündelt werden und durch Austausch und gezielte Maßnahmen werden Weiterbildung und Wissensaufbau gefördert.

5. Die freiwillige Erstattung homöopathischer Arzneimittel durch die Gesetzliche Krankenversicherung (GKV) soll weiterhin erlaubt bleiben. Anerkennung der Fähigkeit der mündigen Patientinnen und Patienten, für sich selbst entscheiden zu können, ob sie eine homöopathische Behandlung im Rahmen des Solidarsystems der GKV wünschen. Auch finanziell schwächer aufgestellte Haushalte sollen sich diese alternative Behandlungsform leisten können. Kranken muss eine integrative Behandlung ermöglicht werden, die neben der Schulmedizin auch den Einsatz von Naturheilverfahren und Homöopathie beinhaltet. 
 

Zu den Fragen 2 und 3 antworte ich wie folgt:

Ich bin der Auffassung, dass jeder eigenverantwortlich entscheiden soll, ob er sich gegen Coroana impfen lässt.

Darüber hinaus bin ich durchaus der Meinung, dass man die Corona-Pandemie umfassend aufarbeiten muss, um einerseits aus Fehlern/Fehleinschätzungen zu lernen und andererseits auch die Dinge festzuhalten, die seinerzeit richtig entschieden wurden. Die RKI-Files müssen dabei selbstverständlich eine Rolle spielen. Ob eine solche Aufarbeitung aber als "Blaupause" für zukünftige Pandemien dient, kann man nur schwer einschätzen.



 

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