Wie rechtfertigen Sie die geplante Budgetierung im Bereich der ambulanten Psychotherapie, auch für Kinder und Jugendliche, angesichts des bereits bestehenden Nachfrageüberhangs?
Lieber Herr Pantazis, als langjährig im Ruhrgebiet niedergelassene Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeutin erlebe ich täglich die Folgen struktureller Unterfinanzierung: monatelange Wartezeiten, verzweifelte Familien und eine Versorgung, die dem tatsächlichen Bedarf (ca. 30 Anfragen/Woche nur bei mir!) in keiner Weise gerecht wird. Sollten psychotherapeutische Leistungen budgetiert werden, lässt sich eine Großzahl meiner laufenden Behandlungen nicht mehr weiterführen und ich muss noch mehr Anfragende abweisen. Etliche Praxisschließungen drohen, da nicht mehr kostendeckend gearbeitet werden kann! Wir können, anders als Ärzte, unsere Arbeit nicht skalieren! Suizid ist im Kindes- und Jugendalter die zweithäufigste Todesursache! Kürzungen in der ambulanten Therapie verschärfen nicht nur persönliches Leid, sondern verursachen langfristig auch höhere gesellschaftliche und wirtschaftliche Kosten (ROI der Psychotherapie: 1:4). Bitte verhindern Sie dies! Wir zählen auf SIE! Vielen Dank!!!

