Immer mehr Bier-Pfandflaschen in Gewässern. Verletzungsgefahr & Umweltverschmutzung. Wie greift die Politik ein, wenn zivilrechtliche freiwillige Vereinbarungen nicht mehr funktionieren?
Umweltausschussmitglied.
Dieses Jahr war ich mit dem Kanu auf der Iller. Die Menge an Pfandflaschen die im Fuss, auf Kiesbänken zurückgelassenen werden ist erschreckend. Es waren Flaschennester von bis zu 12 Pfandflaschen. Auf flachen klaren Flussabschnitten können im Abstand von 300 m Bierflaschen auf dem Flussgrund erkannt werden.
Der Schaden durch Umweltverschmutzung und Verletzungen ist frappierend.
Das Verhalten, dass Pfandf. aus Bequemlichkeit überall abgestellt werden, die armen Bürger räumen es schon für den Pfand weg. Dafür sind 8 c zu wenig.
Wer den Pfand nicht braucht und die Flasche vor den Mülleimer stellt, O.K.. Pfandflaschen in Flüssen abzulegen ist asozial.
Die Politik muss Druck auf Hersteller ausüben, über den Richtigen Umgang mit Pfandflaschen zu Informieren und den Pfand zu erhöhen?
Oder Gesetze verabschieden die die Selbstverpflichtung in allgemeine Regeln umwandeln.
Die Medien Nutzen, z.B. ÖRR, um den richtigen Umgang mit Pfandflaschen zu informieren.
Sehr geehrter Herr R.,
vielen Dank für Ihre Nachricht und Ihr Engagement für saubere Gewässer. Ihre Beobachtungen von der Iller sind alarmierend. Flaschennester auf Kiesbänken und Flaschen im flachen Wasser gefährden Menschen, die dort paddeln, baden oder waten, und sie belasten die Gewässerökologie. Dass es dabei nicht um die Flaschen selbst geht, sondern um deren Verbleib in der Umwelt, sehe ich genauso.
Das Pfandsystem, die Pfandhöhe und die Pflichten von Herstellern und Handel sind im Verpackungsgesetz des Bundes geregelt. Als Landtagsabgeordneter kann ich darauf nicht direkt einwirken. Vielleicht wäre es Ihnen möglich, diese Anfrage Ihrem Bundestagsabgeordneten zu stellen. Dort ist das Thema auch im Umweltausschuss des Deutschen Bundestages angesiedelt.
Wo das Land zuständig ist, setze ich mich gerne für wirksame Umweltmaßnahmen ein.
Mit freundlichen Grüßen
Christoph Stetter

