Christine Aschenberg-Dugnus
FDP

Frage an Christine Aschenberg-Dugnus von Nynva Wnebdhr bezüglich Gesundheit

22. Januar 2013 - 10:55

Da die Drogenprohibition den deutschen Steurzahler Milliarden kostet, möchte ich Sie fragen, worin Sie den konkreten Gemeinnutzen dieser Politik sehen. Es ist illusorisch, davon auszugehen, dass dank des Verbots Millionen von Menschen einfach nüchtern bleiben und nicht etwa dem Alkohol bzw. anderen Substituten zugetrieben werden. Die Prohibition ermöglicht Drogenhändlern enorme Gewinne durch Risikoprämien auf dem Schwarzmarkt und eine bessere Verhandlungsposition gegenüber ihren Kunden. Rein wirtschaftlich betrachtet ist dies eine verdeckte Subventionierung der Dealer und der Kriminalität im Allgemeinen, da die Strukturen und Mittel für weitere Aktivitäten genutzt werden.
Worin liegt also bitte der konkrete Nutzen der Verbotspolitik? Ersparen Sie uns bitte Verweise auf die Schädlichkeit von Cannabis etc., denn es geht um die Eignung des Verbots zur Schadensabwendung - in der Realität. Bleiben Menschen, die ohne Verbot Cannabis konsumieren würden, einfach nüchtern oder vergrößert sich der individuelle und gesellschaftliche Gesamtschaden durch erhöhten Alkoholkonsum, erhöhten Konsum anderer Substanzen und die kriminalitätsfördernde Wirkung der Prohibition? Steht etwaige Schäden durch erhöhten Alkoholkonsum etc. und ein Mehr an Kriminalität ein entsprechender Nutzen des Verbots gegenüber?

Frage von Nynva Wnebdhr

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