Rechtsextremismus unter Jugendlichen - Was möchten Sie als Ministerpräsident konkret unternehmen, um dieser Herausforderung nachhaltig zu begegnen?
Sehr geehrter Herr Özdemir,
wir haben mittlerweile an unseren Schulen ein relevantes Problem mit rechtsradikalen Jugendlichen; insbesondere Jungen scheinen betroffen zu sein. Viele Lehrkräfte, Mitschülerinnen und Mitschüler sowie auch Schulleitungen trauen sich nicht, offen darüber zu sprechen – teils aus Scham, teils aus Sorge vor Anfeindungen oder vor einem möglichen Rufverlust der Schule.
Vermutlich ist dieses Verhalten bei manchen Jugendlichen auch als verzweifelter Hilferuf zu verstehen. Es fehlt ihnen häufig an einem positiven Männerbild, an beruflichen Perspektiven oder an stabilen Gemeinschaftserfahrungen.
Was möchten Sie als Ministerpräsident konkret unternehmen, um dieser Herausforderung nachhaltig zu begegnen? Mich interessieren dabei weniger zusätzliche Verbote oder eine alleinige Fokussierung auf klassische Demokratiebildungsangebote. Diese Ansätze sind wichtig, haben das Problem aus meiner Sicht bislang jedoch nicht ausreichend lösen können.

