Portrait von Cem Özdemir
Cem Özdemir
BÜNDNIS 90/­DIE GRÜNEN
Zum Profil
Frage stellen
Die Frage-Funktion ist deaktiviert, weil Cem Özdemir zur Zeit keine aktive Kandidatur hat.
Frage von Marion K. •

Herr Özdemir, warum werden fachliche Gegenargumente zum Abschuss des Hornisgrinde-Wolfes von ihnen und ihrer Partei nicht öffentlich diskutiert?

Offener Brief vom 30.01.2026 an Herrn Kretschmann u.a. von Prof. Dr. Johannes Steidle

Universität Hohenheim

Prof. Dr. Lars Krogmann

Naturkundemuseum Stuttgart

und Universität Hohenheim

Prof. Dr. Frank Schurr

Universität Hohenheim

Prof. Dr. Marco Heurich

University of Inland Norway und Universität Freiburg

sowie

Dr. Nils Anthes

Universität Tübingen

Prof. Dr. Manfred Ayasse

Universität Ulm

Prof. Dr. Martin Dieterich

Universität Hohenheim

PD Dr. Joanna Fietz

Universität Hohenheim

Prof. Dr. Martin Hasselmann

Universität Hohenheim

Prof. Dr. Katrin Heer

Universität Freiburg

Prof. Dr. Martin Husemann

Naturkundemuseum Karlsruhe

Prof. Dr. Roman Lenz

Hochschule für Wirtschaft und Umwelt

Nürtingen-Geislingen

Prof. Dr. Rainer Luick

Hochschule für Forstwirtschaft Rottenburg

Prof. Dr. Christian Rabeling

Universität Hohenheim

Prof. Dr. Albert Reif

Universität Freiburg

Prof. Dr. Markus Röhl

Hochschule für Wirtschaft und Umwelt

Nürtingen-Geislingen

apl. Prof. Dr. Gernot Segelbacher

Universität Freiburg

Portrait von Cem Özdemir
Antwort von BÜNDNIS 90/­DIE GRÜNEN

Sehr geehrte Frau K.,

wir nehmen die fachlichen Hinweise ernst und diskutieren darüber offen. Ich stehe für eine Stärkung des Artenschutzes. Wölfe gehören zu Baden-Württemberg, sie sind heimische Wildtiere. Deshalb freue ich mich, dass es dem Naturschutz gelungen ist, Wölfe im Land anzusiedeln. Gleichzeitig ist klar: Der Schutz der Art und die Sicherheit der Menschen müssen verantwortungsvoll zusammengedacht werden. Die Entscheidung des Verwaltungsgerichts bestätigt den Weg der Landesregierung, der zurecht auf Vorsicht setzt: Wenn es um gefährliche Situationen geht, dann muss man im Interesse der Sicherheit von Menschen handeln.

Naturschutz gelingt langfristig nur, wenn er gesellschaftlich getragen wird. Die Rückkehr des Wolfes kann dann eine Erfolgsgeschichte bleiben, wenn sie mit Augenmaß, Dialogbereitschaft und fairer Lastenverteilung gestaltet wird – im Interesse von Natur, Landwirtschaft und ländlichem Raum gleichermaßen.

 

Mit freundlichen Grüßen

Cem Özdemir

Weitere Fragen an Cem Özdemir