Portrait von Catherina Pieroth-Manelli
Catherina Pieroth-Manelli
Bündnis 90/Die Grünen
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Wie kann man verhindern, dass Geboosterten durch die sog. "Befreiung" von der Quarantäne als 1.Kontakte Nachteile entstehen, wenn sie andere trotzdem Schützen wollen?

Bereits jetzt schicken viele Gesundheitsämter zumindest in Berlin doppelt geimpfte 1. Kontakte nicht mehr in Quarantäne und verweigern PCR Tests. Mit der "Befreiung" von geboosterten 1.Kontakten von der Quarantäne hat die Politik dem nochmal Nachdruck gegeben. Dadurch sollen Anreize zum Boostern geschaffen werden. Das wir uns auch Anstecken und andere Anstecken können wissen wir. Was als Anreiz gedacht ist erlebe ich als Belastung. Wir die Vorsichtig sind, gehen ja trotzdem in Quarantäne, aber kriegen dann keinen PCR-Test und müssen unsere Quarantäne selbst finanzieren. Eine Freundin von mir ist z.B. in der Ausbildung zur Krankenpflegerin und in ihrer Praktikumsphase in der sie an wenigen Krankheitstagen fehlen darf. Als ihre Mitbewohnerin Positiv war wurde ihr die Quarantäne verweigert und sie musste rare Urlaubstage nehmen um ihre Patienten im Krankenhaus zu schützen. Bekannte organisieren sich inzwischen eine rote App um trotz Impfung einen kostenlosen PCR Test zu bekommen.

Frage von Jonas B. am
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Antwort vom
Zeit bis zur Antwort: 1 Tag 6 Stunden

Die hochansteckende Omikron-Virusvariante ist bereits jetzt vorherrschend. Diese Regelung verfolgt daher vor allem das Ziel, personelle Engpässe zu vermeiden und das öffentliche Leben nicht zu stark zu beeinträchtigen. Dass geboosterten Kontaktpersonen Nachteile entstehen können, sehe auch ich kritisch. In diesem Zusammenhang ist es wichtig, die Testangebote vollumfänglich wahrzunehmen. Daneben sind die (Booster-)Impfungen, das Einhalten von Hygienemaßnahmen und Abstandsregeln nach wie vor die beste Prophylaxe. Da letztere in Bussen und Bahnen oft nur schwer einzuhalten sind, halte ich eine Diskussion über ein verpflichtendes Tragen von FFP2 Masken im ÖPNV angesichts der aktuellen Lage für sehr wichtig. Ich fordere diese wieder wie im letzten Winter über die Bezirksämter und Apotheken kostenlos abzugeben.

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