Frage an Birgit Kilian von Qrgyrs Oüfpure bezüglich Bildung und Forschung

06. August 2019 - 21:45

Liebe Birgit Kilian, einen schönen Tag wünsche ich Ihnen.
Sachsen hat ja ausgezeichnete Universitäten. Unter anderem die TU in Dresden und die Universität in Leipzig. Die Verbundforschung wird ja dort im Focus genommen bis 2025.
Sollte man nicht gerade aus diesem Grund eine Ausgliederung des Ministerium Bildung und Forschung von der noch Ministerin Kalizek in eines dieser Städte holen. Gerade im Zuge der Umstrukturierung des Braunkohle Bergbaus wäre das doch ein enormer Gewinn für diese Region.

Wie ist Ihre Meinung dazu?

Mit freundlichen Grüßen

Frage von Qrgyrs Oüfpure
Antwort von Birgit Kilian
07. August 2019 - 05:32
Zeit bis zur Antwort: 7 Stunden 46 Minuten

Lieber Herr Oüfpure,

herzlichen Dank für Ihre Frage.

Sie haben Recht, die Universitäten in Sachsen genießen einen guten Ruf, und sind in Rankings immer sehr weit vorn platziert. Die TU Dresden hat es sogar erst kürzlich im Juli geschafft, den Status einer Exzellenzuniversität zu erhalten. Ob ich die Exzellenzinitiative des Bundes unter Führung der CDU-Bildungsministerin als Sozialdemokratin sinnvoll finde, ist eine andere Debatte.

Die Förderung der Grundlagenforschung ist - wie Sie sicherlich wissen - in erster Linie Aufgabe der Bundesländer. Allerdings werden Einrichtungen und Vorhaben der Grundlagenforschung mit überregionaler Bedeutung von Bund und Ländern gemeinsam gefördert. Das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) legt dabei einen besonderen Schwerpunkt auf die Verbundforschung. Dabei erhalten Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler deutscher Universitäten die Möglichkeit, an wissenschaftlichen Großgeräten zu arbeiten.

Der Freistaat Sachsen hat unter Führung des SPD-Wissenschaftsministeriums die Innovationsstrategie bis 2025 festgeschrieben. Zahlreiche Zukunftsfelder werden in diesem Zusammenhang gesehen. Dabei steht das Zukunftsfeld Umwelt an erster Stelle. Und damit bin ich bei Ihrer Frage. Eine Ausgliederung im Bereich der Verbundforschung an einen der sächsischen Universitätsstandorte wäre sicherlich ein Gewinn für die Region und die Wissenschaft. Würde ich den Gedanken weiter spinnen, so wäre die TU Dresden prädestiniert, denn die Nähe zur Lausitz wäre hier ein klarer Standortvorteil. Die Lausitz hat bis 2038 - so die bisherigen Pläne - den Ausstieg aus der Braunkohle zu bewältigen. Ein Strukturwandel von gigantischem Ausmaß steht dieser Region bevor. Da würde die von Ihnen angeregte Ausgliederung dieses Bereiches aus dem Bundesministerium für Bildung und Forschung an eine sächsische Universität sinnvolle Synergien hier in Sachsen erzeugen.

Mit freundlichen Grüßen
Birgit Kilian