MdB Bernd Schuhmann vor dem Deutschen Bundestag
Bernd Schuhmann
AfD
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Frage von Olaf M. •

Was bedeutet Ihnen der heutige Gedenktag, der 27.Januar, und wie begehen Sie diesen?

Sehr geehrter Herr Schuhmann,

heute, am 27. Januar, dem internationalen Gedenktag an die Befreiung des Konzentrations- und Vernichtungslagers Auschwitz, gedenken wir der über eine Million Menschen, die dort von Deutschen und ihren Kollaborateuren ermordet wurden – Jüdinnen und Juden, Sinti und Roma, Zeugen Jehovas, Homosexuelle, politische Gefangene, Widerstandskämpfer, kranke und behinderte Menschen sowie Millionen verschleppte Slawen und Zwangsarbeiter.

Vor diesem historischen Hintergrund möchte ich Sie fragen:

Wie gehen Sie als Repräsentantinnen und Repräsentanten einer Partei, deren Rhetorik und Geschichtsverständnis immer wieder in der Nähe von Relativierungen der Nazi-Verbrechen zu verorten ist, mit der Verantwortung um, an diesen Tag würdevoll und glaubwürdig zu erinnern?

Halten Sie es angesichts der von Ihrer Partei angeführten „Schuldkult“ und „erinnerungspolitische Wende“ ein ehrliches Gedenken an die Opfer des Holocaust für möglich? Wie halten Sie es persönlich?

MdB Bernd Schuhmann vor dem Deutschen Bundestag
Antwort von AfD

Sehr geehrter Herr M.,

ich persönlich finde den Gedenktag am 27. Januar sehr wichtig. Sechs Millionen Juden sind dem NS-Terrorregime zum Opfer gefallen. Dies war ein unfassbares Verbrechen und ist durch nichts in irgendeiner Form zu relativieren. Vielmehr ist es wichtig, die Lehren der Vergangenheit in der Gegenwart zu wahren. Daher ist es die Aufgabe aller Deutschen, geschlossen gegen Antisemitismus vorzugehen, um dem Hass gegen Juden keine Chance zu geben. Dieser Tag der Trauer und der Erinnerung muss uns auch eine Mahnung sein. Es erfüllt mich mit tiefer Sorge, dass der Antisemitismus durch die Einwanderungskrise wieder auf dem Vormarsch ist (siehe die Studie „Auswirkungen des radikalen Islam auf jüdisches Leben in Deutschland (ArenDt)“ unter https://oa.tib.eu/renate/bitstreams/e2c3c63e-ffb7-4123-8c9a-ba092bc47108/download; oder Nikolaus Hagen, Tobias Neuburger (Hg.): "Antisemitismus in der Migrationsgesellschaft" unter https://www.uibk.ac.at/iup/buch_pdfs/antisemitismus/10.1520399106-015-4.pdf ). Insbesondere die jüngsten antisemitischen Demonstrationen in Berlin durch muslimische Migranten erfüllen mich mit Zorn und Scham. Wer in unser Land kommt und judenfeindliche Parolen skandiert, darf nicht einfach toleriert werden. Wer solchen Personen darüber hinaus die Zuwanderung nach Deutschland gestattet, hat trotz aller anders lautenden Bekundungen nichts aus der Geschichte gelernt. 

Mit freundlichen Grüßen,

Bernd Schuhmann

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