Ist eine rückläufige Geburtenziffer wirklich relevant für eine Rentenreform?
Sehr geehrte Frau Bas,
Für mich ist nicht die Geburtenziffer sondern ausschließlich die bisher wachsende Zahl der Beitragszahler in die gesetzliche Rentenversicherung maßgebend, es sei denn man würde dem Motto der AfD folgend "Deutschland den Deutschen" endscheiden". Kaum vorstellbar!
Mit freundlichen Grüßen
Sehr geehrter Herr S.
die demografische Entwicklung stellt die gesetzliche Rentenversicherung in den kommenden Jahren vor große Herausforderungen. Hierfür ist die Geburtenziffer ein wichtiger Indikator, denn die Kinder von heute sind die Beitragszahler von morgen.
Ich bin jedoch ganz bei Ihnen – die künftige Arbeitsmarktentwicklung ist ein entscheidender Faktor für die künftige Stabilität und nachhaltige Finanzierung der Rente und der Sozialversicherungen insgesamt. Hier sind wir auf einem guten Weg, denn entgegen früherer Prognosen sind heute mehr Menschen als erwartet auf dem Arbeitsmarkt tätig, darunter viele Frauen, Ältere und Menschen mit Einwanderungsgeschichte. Das stärkt die Finanzierungsbasis der Sozialversicherung insgesamt.
Die Transformation von Wirtschaft und Gesellschaft verändert auch unsere Arbeit. Wir müssen Beschäftigte, Arbeitsuchende und Unternehmen unterstützen, damit Übergänge in neue oder veränderte Beschäftigungsformen gelingen. Es geht darum, in Deutschland auch weiterhin gute Arbeitsbedingungen für alle Beschäftigten zu sichern und zu schaffen. Hierzu leistet die Bundesagentur für Arbeit insbesondere durch Weiterbildungsförderung sowie Beratung und Vermittlung einen zentralen Beitrag.
Mit freundlichen Grüßen
Bärbel Bas

