Priorisierung nach Dringlichkeit bei gedeckeltem Budget – trifft der Begriff Triage die geplante Budgetierung? Und was fordert Die Linke konkret für chronisch suizidgefährdete Patienten?
Sehr geehrter Herr Gürpinar, Frau Borchardt (CDU) verteidigt die Budgetierung damit, dass dringliche Fälle Vorrang haben sollen. Priorisierung bei gedeckeltem Budget bedeutet aber zwingend, dass andere Patienten schlechter versorgt werden. Wie diese versorgt werden sollen, sagt sie nicht.
Besonders problematisch bei Menschen, deren Grunderkrankung mit dauerhafter Suizidgefährdung einhergeht: Sie sind oft gerade deshalb nicht in akuter Krise, weil kontinuierliche Behandlung sie stabil hält. Nach einer Dringlichkeitslogik erschienen sie in stabilen Phasen als weniger dringlich.
Der Gesetzentwurf enthält keinen Mechanismus, der Schwerkranke gezielt schützt – bei erschöpftem Budget wird anteilig vergütet, unabhängig vom Schweregrad.
Ist der Begriff Triage hier zutreffend? Und welche konkrete Forderung stellt Ihre Fraktion zur Sicherung der Versorgung dieser Patientengruppe?

