Dr. Astrid Böger

| Kandidatin Brandenburg
Dr. Astrid Böger
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Jahrgang
1967
Wohnort
Bad Saarow
Berufliche Qualifikation
Dr.-Ing., Diplom Informationswissenschaftlerin/U
Ausgeübte Tätigkeit
Trainerin in der Beruflichen Weiterbildung, Jobcoach (GBB Fürstenwalde)
Wahlkreis

Wahlkreis 27: Dahme-Spreewald II/ Oder-Spree I

Wahlkreisergebnis: 12,3 %

Liste
Landesliste, Platz 29
Parlament
Brandenburg

Brandenburg

In die Fertigstellung des Flughafens BER sollen keine weiteren öffentlichen Gelder mehr fließen.
Position von Dr. Astrid Böger: Neutral
BER ist wichtig für die Wirtschaftskraft der Region. Das Ingenieure an Plastikdübeln scheitern und damit Mittel verschwendet werden, ist keine Frage öffentlicher oder privater Investitionen, sondern Ausdruck fehlender Kontroll-, Planungs- und rechtlicher Kompetenzen. Wo bleibt hier die Prüfung?
Um den Mangel an Lehrkräften zu beheben, soll der Quereinstieg erleichtert werden.
Position von Dr. Astrid Böger: Stimme zu
Auch wenn oftmals eine erfahrene Pädagogik fehlt, ist "Stundenausfall" schlimmer. Quereinsteiger können auch neue Methoden einbringen, die neues Lernen befördern. Trotzdem ist künftig mehr Planung wichtig, um Kindern qualifizierte und engagierte Lehrkräfte aus Berufung zu bieten.
Der Verfassungsschutz ist ein wichtiges Instrument und muss beibehalten werden.
Position von Dr. Astrid Böger: Lehne ab
Es gibt genug Geheimdienste. Wir benötigen mehr Transparenz und Offenheit. Zukünftig geht es doch darum, nicht die Verfassung per sé zu schützen, sondern vor dem Hintergrund der Geschichte über zeitgemäße Anpassungen nachzudenken und bis dahin, soweit wie möglich, parlamentarisch zu kontrollieren.
Die Listen der Parteien zur Landtagswahl müssen sich zu gleichen Anteilen aus Männern und Frauen zusammensetzen.
Position von Dr. Astrid Böger: Stimme zu
Ob Wirtschafts-, Sozial- oder Gesundheitspolitik - der Bedarf, Sichten und alltägliche Anforderungen an Männer und Frauen sind gegenwärtig noch oft auf Grund objektiver Rahmenbedingungen und historischer Entwicklungen verschieden. Die Parität ermöglicht eine gleichberechtigte Interessenvertretung.
Das Land Brandenburg soll den Kohleausstieg wie geplant für 2038 anstreben.
Position von Dr. Astrid Böger: Lehne ab
Der Ausstieg muss früher erfolgen, sozialverträglich. Für traditionelle Arbeitsplätze sind moderne und nachhaltige Alternativen zu schaffen. Der Strukturwandel muss neue regionale Wertschöpfungskreisläufe hervorbringen, den Schutz der Menschen und den Erhalt der Kaufkraft in der Region gewährleisten
Es soll ein verbindliches Lobbyregister geben, in dem u.a. Kontakte zwischen Lobbyist*innen und der Politik veröffentlicht werden.
Position von Dr. Astrid Böger: Stimme zu
Seit 2013 gibt es im Landtag Brandenburg ein Lobbyregister, für das sich DIE LINKE stark gemacht hat. Auf freiwilliger Basis sind mittlerweile über 350 Eintragungen (Stand: 06/2019) enthalten. Nun fehlen nur noch Industrien, Großkonzerne, Kirchen und Stiftungen, die auch politisch Einfluss nehmen.
Brandenburg soll das Mobilfunknetz im Land selbst ausbauen, anstatt dies den Mobilfunkbetreibern zu überlassen.
Position von Dr. Astrid Böger: Neutral
Daseinsvorsorgeleistungen gehören in öffentliche Hand. Ein Universaldienstleister muss öffentlich-rechtlich gesteuert und kontrolliert den Breitbandausbau mit Glasfasern als Grundlage für gesellschaftliche und wirtschaftliche Teilhabe aller vorantreiben.
Die Wiederansiedelung des Wolfs ist ein Erfolg für den Naturschutz in Brandenburg, sie sollten deshalb auch weiterhin nicht abgeschossen werden dürfen.
Position von Dr. Astrid Böger: Stimme zu
Brandenburg setzt dabei als erstes Bundesland auf eine Wolfsverordnung, um Einzelfallentscheidungen bei auffälligen Wölfen gegen Menschen oder die Nutztiere reißen, rechtlich und organisatorisch besser abzusichern. Herdenbesitzer dürfen nicht allein gelassen werden.
Für Ärzt*innen, die sich in ländlichen Regionen niederlassen, soll es verstärkt finanzielle Anreize geben.
Position von Dr. Astrid Böger: Stimme zu
Zusätzlich zum Landärzte-Programm sind strukturelle und soziale Rahmenbedingungen zu verbessern, durch Polikliniken mit geregelten Arbeitszeiten, familiengerechte Infrastrukturen, moderne Ausstattungen, regionale Weiterbildungsangebote, kommunikative Einbindung in unterstützende Fachärztenetzwerke.
Es soll in Brandenburg mehr staatlich geförderte Programme gegen Rassismus und Antisemitismus geben.
Position von Dr. Astrid Böger: Stimme zu
Geschichtsbewusstsein, internationale Offenheit, Zivilcourage und politische Mitbestimmung stellen die Grundsäulen für friedliches Zusammenleben dar. Lebendige politische Bildung und Handlungskonzepte wie "Tolerantes Brandenburg" können Rechtsextremismus verhindern helfen.
Auf öffentlichen Flächen sollen weiterhin Herbizide wie Glyphosat eingesetzt werden, solange es keine effektiven Alternativen gibt.
Position von Dr. Astrid Böger: Lehne ab
Der Einsatz von Glyphosat und anderen Herbiziden führt zu weniger Insekten, damit zu weniger Nahrung für Vögel, zu weniger Bestäubung von Pflanzen. Letztendlich ist unser ökologisches Gleichgewicht in Gefahr. Das muss so schnell wie möglich gestoppt werden.
Nach 35 Beitragsjahren sollen Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer eine Grundrente erhalten.
Position von Dr. Astrid Böger: Stimme zu
Die politischen Fehler der letzten Jahrzehnte dürfen nicht auf den Schultern der Bürger*innen ausgetragen werden. Die Grundrente sollte übergangsweise bezahlt werden, um Altersarmut zu verhindern, als Wertschätzung. Lohnausbeutung muss so schnell wie möglich gestoppt werden. Kein Lohn unter 13 €.
Zur Wirtschaftsförderung soll schnelles Internet bevorzugt für Unternehmen bereit gestellt werden, erst danach für Privatpersonen.
Position von Dr. Astrid Böger: Lehne ab
Für die Verbesserung der Lebensverhältnisse, für kreative Entfaltung, innovative Gründungen, umfassende Qualifizierungen, Nutzung von Daseinsvorsorge-Angeboten müssen ein leistungsfähiges Netz, eine freie Verfügbarkeit von Internetzugängen und eine umfassende digitale Bildung allen zuteil werden.
Der Anschluss des ländlichen Raumes an den ÖPNV soll Vorrang vor Investitionen ins Straßennetz haben.
Position von Dr. Astrid Böger: Stimme zu
Mit einem ausgewogenen Mix von Mobilitätsmaßnahmen in einem integrierten Verkehrskonzept, verkehrsmittelübergreifenden Informations- und Leitsystemen und mit der Erfassung regionaler Individualbedarfe kann Verkehrsplanung effizient, effektiv, wirtschaftlich und bedürfnisorientiert erfolgen.
Abgelehnte Asylbewerber*innen sollen konsequent in ihre Heimatländer zurückgeführt werden.
Position von Dr. Astrid Böger: Neutral
Wenn in einem rechtsstaatlichen Verfahren geprüft wurde, ob es sich nach der Menschenrechtskonvention um Kriegsflüchtlinge, politisch Diskriminierte / Verfolgte oder existenziell Bedrohte (Hunger, Seuchen etc.) Geflüchtete handelt, muss gerecht und human agiert werden.
Bei der Vergabe öffentlicher Aufträge sollen soziale und ökologische Aspekte künftig stärker beachtet werden, auch wenn es am Ende mehr kostet.
Position von Dr. Astrid Böger: Stimme zu
Die öffentliche Auftragsvergabe muss sicherstellen, dass Steuermittel positive sozial-ökologische Effekte, regionale Nachhaltigkeit und innovative Entwicklungen hervorbringen. Einhaltung soz. Standards, tarifliche Bezahlung, fairer Handel, klimagerechte Produktion sollten selbstverständlich sein.
Gemeinden sollen künftig leichter verhindern können, dass Windräder in Anwohnernähe gebaut werden.
Position von Dr. Astrid Böger: Stimme zu
Gemeinden sollen vom Ausbau regionaler Technologien (z.B. regenerative Energiegewinnung / dezentrale Energiekonzepte) profitieren. Motivationen können die Sicherung der lokalen Eigenversorgung, Anwohnerbeteiligungen bei Entscheidungen über Formen und bei Gewinnen sein, für eine höhere Akzeptanz.
Der Besitz und Konsum von Cannabis soll legalisiert werden.
Position von Dr. Astrid Böger: Stimme zu
Drogenkonsum kann durch Verbote gefährlicher werden. Wichtig sind Prävention, Sucht-Sensibilisierung, Hilfe und Aufklärung. Cannabis ist besonders als medizinisches Schmerzmittel sinnvoll, bekannt seit mehr als 2000 Jahren. Hanf kann auch als Ersatz für Kunststofffasern wieder an Bedeutung gewinnen.

Die politischen Ziele von Dr. Astrid Böger

Ich kandidiere, weil in unserer Region dringend Wirtschaftswachstum und neue soziale Konzepte erforderlich sind, die die Lebensqualität für alle verbessern. Dazu gehören moderne Arbeitsplätze und nachhaltige Zukunftskonzepte. Ich möchte mich für mehr Gerechtigkeit, Mobilität und digitale Fitness einsetzen.

Über Dr. Astrid Böger

Ich wurde am 1. Mai 1967 in Berlin geboren. Im Osten Berlins ging ich bis 1986 zur Schule.

Von 2003 bis 2012 habe ich als Juniorprofessorin für Tragbare Elektronik und Rechentechnik an der BTU Cottbus gearbeitet. Nach meinem Studium der Informationswissenschaften an der Humboldt-Universität, konnte ich u.a. Einblicke in die Gestaltung neuer Medien, in der Textilindustrie im Ruhrgebiet, in Beratungsfirmen, im Umweltbereich, in der Gesundheitsversorgung, der Digitalisierung, speziell der Telemedizin, im Brandenburgischen Institut für Existenzgründung und Mittelstandsförderung und in diversen Forschungsthemen gewinnen. 

Diese Erfahrungen möchte ich für unsere Region einbringen. Derzeit wirke ich als Jobcoach in Fürstenwalde. Hier lerne ich viele Probleme Arbeitssuchender kennen. Als alleinerziehende Mutter mit einer Tochter mit Handycap kenne ich die vielen Alltagssorgen beim Spagat zwischen Beruf und Familie.

Seit den vergangenen Kommunalwahlen bin ich Ko-Fraktionsvorsitzende der Linksfraktion im Kreistag Oder-Spree sowie Gemeindevertreterin für meinen Wohnort Bad Saarow. Zuvor war ich als sachkundige Einwohnerin im Kreisausschuss für Soziales und Gesundheit tätig.

Ich möchte mit Ihnen gemeinsam Politik gestalten und an Lösungen für die Probleme im Land arbeiten.

Alle Fragen in der Übersicht
# Schulen 24Aug2019

(...) Werden Sie sich wie für Gewaltprävention engagieren -> Mobbing, Bossing, Stuffing ?

Von: Hjr Crfpury

Antwort von Dr. Astrid Böger
DIE LINKE

(...) Ich habe ein Buch geschrieben, wo ich mich über meinen ganz persönlichen Fall mit den Rahmenbedingungen aber auch den Ursachen für Mobbing auseinandersetze. Ich bin mir meiner Verantwortung bewusst, auch ganz konkret mit meinem Fall in die Öffentlichkeit zu gehen, um möglichst Mobbingopfer zu verhindern. (...)

Ein Arbeitsplatzverlust ist heutzutage leider keine Ausnahmeerscheinung. In diesem Fall ist der erste Schritt der Gang zur Agentur für Arbeit....

Von: Nagwr Onhre

Antwort von Dr. Astrid Böger
DIE LINKE

(...) Da Sie nach meiner persönlichen Meinung fragten denke ich, dass diese Angaben sicherlich nicht notwendig wären, wenn es kein öffentliches Interesse daran gäbe. Wie die aktuellen Diskussionen zeigen, möchten die Bürger aber genau wissen, wohin und an wen Steuergelder, besonders auch in Form von Sozialleistungen, fließen. (...)

# Schulen 1Aug2019

(...) Diese freie Schulwahl ist nach der jüngsten Änderung der Satzung für den Schultransport (Neuausfertigung der Satzung (5.1.1 Satzung für Schülerbeförderung) nur für die Menschen möglich, die über eine ausreichende Möglichkeit für den Schülertransport verfügen. Ein Recht auf Schülerspezialtransport hat der Schüler nun nur noch zur nächst gelegenen weiterführenden Schule. (...)

Von: Avpbyr Oötre

Antwort von Dr. Astrid Böger
DIE LINKE

(...) Leider ist der Wunsch nach freier Schulwahl m.E. Ergebnis von Entwicklungen, die Spezialschulen befördert haben, ohne darauf zu achten, dass alle Kinder das gleiche Recht auf die beste wohnortnahe Bildung und dies auch unabhängig der finanziellen Möglichkeiten der Eltern haben. (...)

# Umwelt 27Juli2019

(...)

Von: Crgre Oret

Antwort von Dr. Astrid Böger
DIE LINKE

(...) Außerdem gibt es aus meiner Sicht ausreichend Seniorenresidenzen. Wir sollten wieder mehr auf Mehrgenerationsprojekte setzen, dann würde sich dieses Ansinnen gar nicht stellen. (...)

# Umwelt 25Juli2019

(...) 100m tief) bleiben als Wald erhalten!!! Leider wachsen aber die in den ausgedünnten Kieferbeständen angepflanzten Laubgehölze bei weitem nicht schnell genug an, um den Ort wirksam vor Lärm und Staub von Autobahn und Kiestagebau zu schützen. (...)

Von: Zngguvnf Svfpure

Antwort von Dr. Astrid Böger
DIE LINKE

(...) Hier sollte sich eine Verwaltung nach den Bedürfnissen der Bewohner richten. Was technologisch heute möglich ist, wie Lärmschutzwände oder Flüsterasphalt müssen eingesetzt werden. Der Kiestagebau ist sicherlich wirtschaftlich wichtig für unsere Region. (...)

(...) Böger, was sind Ihrer Meinung nach derzeit die drei größten und dringendsten Probleme/Herausforderungen in Brandenburg? Wie möchten Sie denen begegnen bzw. (...)

Von: Znegva Chee

Antwort von Dr. Astrid Böger
DIE LINKE

(...) Vor allem wird es davon abhängen, welche konkreten Aufträge mir die Bürger mit in den Landtag geben und wie die Mehrheiten gestaltet sein werden, um Anträge oder Maßnahmen erfolgreich, im Sinne der Bürger und der Allgemeinheit auch parteiübergreifend "durchbringen" zu können. In jedem Fall werde ich mich mit größtem Engagement für erfolgreiche Lösungen einsetzen. (...)

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