Anna Deparnay-Grunenberg

| Abgeordnete EU
Anna Deparnay-Grunenberg
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Jahrgang
1976
Berufliche Qualifikation
Dipl. Forst. und Umweltwissenschaftlerin
Ausgeübte Tätigkeit
MdEP
Liste
Bundesliste, Platz 15

Eingezogen über die Liste

Parlament
EU

Über Anna Deparnay-Grunenberg

EUROPA KANN MEHR, UNSER PLANET NICHT MEHR! 

ich möchte mit Euch die Chance ergreifen, die uns die Europäische Union bietet, und den Wandel hin zu mehr Nachhaltigkeit und Solidarität gestalten.

Lasst uns gemeinsam in dieses Abenteuer eintreten, lasst uns mutig und innovativ sein. Lasst uns ein Europa bauen, das mehr kann!

Ich kandidiere für das Europa-Parlament, als tatkräftige Kommunalpolitikerin, als Umwelt- und Forstwissenschaftlerin und als Expertin des Wandels.

Ich stehe für:

  • Starke Städte und Gemeinden in der Europäischen Union, um das Potenzial der Kommune für die ökologische Transformation und den Klima- und Artenschutz richtig zu nutzen
  • Stärkung der deutsch-französischen Zusammenarbeit, um drängende europäische Herausforderungen anzugehen
  • Wandel hin zu einer ethischen Wirtschaft, die dem Menschen dient, da Gemeinwohlorientierung die Basis für unseren gesellschaftlichen Zusammenhalt ist
  • Gezielten Ausbau der Chancen der Digitalisierung für eine Grüne Zukunft: nachhaltige Mobilitätskonzepte, lebendigere und demokratischere Beteiligungsformen sowie 100% regenerative Stoff-Kreisläufe!

Brücken bauen – Mehr bewegen  

Als Deutsch-Französische Europäerin und engagiertes Mitglied bei den deutschen sowie den französischen Grünen verstehe ich mich als eine Brückenbauerin. Transnationaler und parteiübergreifender Austausch bringt uns im Europaparlament in grundlegenden Fragen unserer Zeit weiter. Herausforderungen wie die Energiewende, Digitalisierung, Migration und das angeprangerte Demokratiedefizit will ich – radikal vernetzt denkend – mit den Mitgliedstaaten und deren BürgerInnen angehen. Ein progressiver Zusammenschluss Frankreichs und Deutschlands als Pioniere bei der Lösung der aktuellen Krisen kann hohe Ausstrahlungskraft auf die ganze EU haben!

In Frankreich wird die EU als supranationales Gebilde oft kritisch beäugt; die Angst, dass der eigene Gestaltungsspielraum leidet, ist groß. Auch in Deutschland macht sich auf lokaler Ebene zunehmend das Gefühl breit, der EU gegenüber ohnmächtig zu sein. Wenn wir es richtig anpacken, kann die EU jedoch Souveränität und Schutz statt Fremdbestimmtheit bedeuten – und das auf allen Ebenen.

Kommunen als Brückenpfeiler

Circa 80% der Entscheidungen der EU werden auf kommunaler Ebene umgesetzt. Als Fraktionsvorsitzende im Stuttgarter Gemeinderat mache ich täglich Erfahrungen wie europäische Politik und Gesetzgebung direkt in den Kommunen wirken. Lasst uns Europa in den Kommunen positiv erlebbar machen und die Stimme der Gemeinden und der Regionen in Europa stark werden lassen!

Wir Stadträte konnten erfahren, wie die EU den Kommunen Aufwind für nachhaltige Ideen geben kann: Endlich gab es beispielsweise in der Automobilhauptstadt Stuttgart eine breite Aufmerksamkeit für die schlechte Luftqualität. Dank der EU-Grenzwerte und der drohenden Fahrverbote wurde die Kommune handlungsfähiger: ÖPNV Tarifreform, Umgestaltung der Innenstädte, Rad-Infrastrukturausbau und eine Machbarkeitsstudie zu einer urbanen Luft-Seilbahn in einem boomenden Gewerbegebiet konnten wir GRÜNEN in Stuttgart durchsetzen. Im Reallabor für nachhaltige Mobilitätskultur wurden innovative Konzepte von engagierten Bürger*innen entwickelt und umgesetzt. Somit wurde auch „Europa vor Ort” sehr greifbar.

Ich werde die Bürger*innen in ihren Quartieren verstärkt in die Europa-Arbeit einbinden, damit die EU konkret und positiv erlebbar wird. Denn die EU kann mehr Lebensqualität und mehr Nachhaltigkeit lokal und global bedeuten und das kann an Projekten erfahrbar gemacht werden. Das EU-geförderte Programm “Stadt am Fluss” bedeutet zum Beispiel eine konkrete Revitalisierung des Neckar-Ufers, an dem ich abends mit meinen Kindern im öffentlichen Raum die Füße im Wasser baumeln lassen kann. Nachhaltigkeit ist immer ökologisch und sozial zugleich!

Nachhaltigkeit im Visier

Als Forst- und Umweltwissenschaftlerin mit kommunalpolitischer Verantwortung im Herzen des Technologielandes Baden-Württemberg erlebe ich das Spannungsfeld zwischen Innovationskraft und Belastung von Umwelt und Gesellschaft. Das spornt mich an, gangbare Wege auf europäischer Ebene aufzuzeigen.

Wir GRÜNEN wissen, dass uns unsere heutigen Produktionsmethoden, Ernährungs- und Konsumgewohnheiten zwar großen Wohlstand beschert haben, aber auch eine gravierende Belastung für unseren Planeten sind. Ungleichheiten werden verstärkt, der Klimawandel wird befeuert, natürliche Ökosysteme werden zerstört, Artenvielfalt schwindet und Menschen werden aus Ihren Ländern und Regionen vertrieben. Weitermachen wie bisher ist schlicht nicht zukunftsfähig!

Ich werde mich dafür einsetzen, dass die 17 Sustainable Development Goals (SDGs) der Vereinten Nationen starke Leitlinien für künftige EU-Richtlinien und Direktiven werden. So können wir Großes erreichen!

Also lasst uns handeln, lasst uns gestalten!

Europa kann mehr, unser Planet nicht mehr!

Gemeinsam die EU gestalten, gemeinsam das Abenteuer Wandel in die Hand nehmen

Als Spezialistin für Transformationsprozesse und Bildung für nachhaltige Entwicklung bin ich auch als Selbstständige mit meinem Unternehmen AbenteuerWandel unterwegs. Ich unterstütze Menschen aus eingefahrenen Mustern auszubrechen, frisch zu denken und Neues zu gestalten. Diese Fähigkeit und dieses Wissen möchte ich im Europa-Parlament einbringen.

Wir müssen Lösungswege aufzeigen, wie man Innovationen, Digitalisierung und Hochtechnologie mit Umweltschutz verbinden und dabei sinnstiftende Arbeitsplätze schaffen kann. Auch soziale Innovationen bringen uns weiter:

Mein Pilotprojekt „Gemeinwohlorientierung von Unternehmen“ hat bereits dazu geführt, dass seit 2015 zahlreiche Privatunternehmen und auch zwei große kommunale Eigenbetriebe in Stuttgart den – ethisch und partizipativ sehr anspruchsvollen – Bilanzierungsprozess der Gemeinwohl-Ökonomie durchlaufen haben. Dabei mussten sie nichts Geringeres herausfinden als die Antworten auf die Frage: „Was bewirke ich als Unternehmen in der Welt?“. Zu Ende gedacht zielt diese Idee auf eine Wende hin zu einem ethischeren Wirtschaftssystem: Unternehmen, die in Europa langfristig florieren wollen, werden gefördert – oder eben auch nicht! – in Abhängigkeit von ihren Bemühungen um Transparenz und Demokratie, ihres Respekts der Menschenwürde, ihrem ökologischen Fußabdruck und ihren sozialen Auswirkungen in Europa – und mit Blick auf die Lieferketten: auch in der ganzen Welt! Unternehmen werden dadurch reale Treiber der Nachhaltigkeit und des Gemeinwohls.

Den starken Wandel, den die Digitalisierung in all unseren Lebensbereichen bewirkt, müssen wir europäisch gestalten. Dabei ist es elementar, für eine energie- und rohstoffeffiziente Entwicklung von künftigen IT-Systemen und Netzen zu sorgen. Mit der zunehmenden digitalen Vernetzung können wir grundlegende Schritte in Richtung „circular economy“ (Kreislaufwirtschaft) einläuten. Intermodale Mobilität, Re-duce, Re-cycle und Re-use sowie intelligente Netze können verknüpft mit einer green-IT Strategie für die Reduzierung von CO2-Ausstoss und Ressourcenverbrauch genutzt werden. Der Ausbau der Systeme muss ökologisch und wertebasiert auf EU-Ebene reguliert werden. In einer digitalen Welt müssen wir GRÜNEN uns stets für Transparenz, Datenschutz, Teilhabe und Partizipation (Petitionen, Elemente der direkten Demokratie, Bürger-Haushalte) einsetzen: Wir denken radikal vernetzt!

Ich will kämpfen für ein Europa, das wieder inspiriert und begeistert! 

Ein Europa, das mehr kann. Für alle.

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