Was tun Sie, damit im traditionsreichen Hamburger Hirschpark künftig wieder ein Damwildrudel Jung und Alt erfreut?
Das Bezirksamt Altona hat angekündigt, das Damwildgatter im Nienstedtener Hirschpark zu schließen.
Begründet wird dies mit „ausufernden Brunftkämpfen“.
https://www.hamburg.de/politik-und-verwaltung/bezirke/altona/aktuelles/pressemitteilungen/damwildgatter-hirschpark-wird-geschlossen-1138868
Erst im September 2024 war das Wildgatter nach umfangreichen Umbauarbeiten wieder eröffnet und die Rückkehr der Hirsche gefeiert worden.
https://www.hamburg.de/politik-und-verwaltung/bezirke/altona/aktuelles/pressemitteilungen/damwild-rueckkehr-hirschpark-961876
Der Hirschparkverein wies im Hamburger Abendblatt darauf hin, dass die Probleme dadurch entstanden sind, dass nach dem Umbau des Geheges dort ausschließlich männliche Tiere leben.
Was nicht artgerecht sei. Zuvor sei es immer ein Rudel gewesen, bestehend aus einem Hirsch, weiblichen Tieren und Nachwuchs.
https://www.abendblatt.de/hamburg/altona/article411031609/hamburgs-hirschpark-verliert-seine-hirsche-um-attraktion-beraubt.html
Vielen Dank für Ihre Frage zum Damwild im Hirschpark! Um die Hintergründe der Schließung umfassend zu klären, habe ich hierzu eine Schriftliche Kleine Anfrage an den Senat gestellt.
Aus der Antwort geht hervor, dass die Entscheidung auf Grundlage des Tierschutzgesetzes getroffen wurde. In den vergangenen Jahren kam es wiederholt zu tierschutzrelevanten Vorfällen sowie zu erheblichen Belastungen für die Tiere – unter anderem durch hohen Besucherdruck, unangeleinte Hunde und unerlaubtes Füttern. Trotz umfangreicher baulicher Maßnahmen in den Jahren 2023 und 2024 konnte nach Einschätzung der zuständigen Stellen keine dauerhaft stabile und tierschutzgerechte Situation gewährleistet werden. Die Tiere wurden daher in das Wildgehege Klövensteen verlegt. Unklar bleibt, warum die Veterinärin nicht früher tätig geworden ist.
Es ist sehr schade, dass das Damwildgatter mit seiner großen Bedeutung für die Menschen in Hamburger Westen nicht erhalten werden kann. Ich bedaure, dass es derzeit so aussieht, als wenn keine Lösung gefunden werden kann, die den Tieren gerecht wird. Ich werde mich dafür einsetzen, dass wir eine breite Diskussion zur zukünftigen Ausgestaltung des Hirschparks bekommen und seine Attraktivität erhalten.
Mit freundlichen Grüßen
Anke Frieling

