Andreas Hoffmann
CDU

Frage an Andreas Hoffmann von Wvz Cnhy bezüglich Wirtschaft

14. März 2011 - 21:41

Sehr geehrter Herr Abgeordneter

als Landwirt in Deutschland stehe ich in zunehmend offenen Agrarmärkten im vollen Wettbewerb vor allem mit meinen Kollegen in anderen EU-Ländern. Doch stelle ich fest, dass wir deutschen Bauern seit Jahren einmalig hohe Steuern auf den Agrardiesel bezahlen müssen. Große Teile der Landwirtschaft sind sogar von einer Begünstigung ausgeschlossen. Diese nationale Benachteiligung kostet uns jährlich pro Betrieb einen Betrag, der meist in drei- bis vierstelliger Höhe liegt. Gerade in schwierigen konjunkturellen Zeiten wie heute wird diese Kostenbelastung zu einer Bürde für die Wirtschaftsleistung aller Betriebe in Deutschland und wirft uns im Vergleich zu unseren Mitkonkurrenten zurück. Selbst bei allen Anstrengungen zur Kostensenkung können wir eine solche Benachteiligung als Unternehmer nicht auffangen.

Deshalb muss jetzt der deutsche Agrardieselsteuersatz auf das Niveau unserer Kollegen in Frankreich, Dänemark oder Niederlande gesenkt werden. Wir zahlen im Durchschnitt 40 Cent je Liter Agrardiesel, diese Hauptkonkurrenten unter 1 Cent, andere EU-Länder unter 10 Cent.

Warum hat es im Koalitionsausschuss am 4.3.2009 keine Entscheidung im Sinne aller deutschen Landwirte gegeben?

Warum behebt die Politik diese eklatante Wettbewerbsbenachteiligung der deutschen Landwirte nicht?

Mit freundlichen Grüßen

J.Paul

Frage von Wvz Cnhy
Antwort von Andreas Hoffmann
16. März 2011 - 15:41
Zeit bis zur Antwort: 1 Tag 18 Stunden

Sehr geehrter Herr Paul,

dieses Thema ist eine Sache des Bundestags und ich will Ihnen den Rat geben, sich hierzu an einen Ihrer Bayrischen Bundestagsabgeordneten zu wenden. Die Bundesländer bewerten dieses Thema unterschiedlich und es wird Ihnen wenig helfen, wenn Sie die Baden-Württembergische Haltung erfahren, selbst aber in Bayern Ihren Betrieb haben.

Mit freundlichen Grüßen

Andreas Hoffmann