Sehr geehrte Frau Lübcke, ich möchte Sie fragen, ob es noch eine Möglichkeit gibt, die geplanten Maßnahmen zur Budgetierung der Psychotherapie und weitere geplante Einschränkungen rückgängig zu machen
Ich habe schwere traumatische Lebenskrisen nach den sehr frühen Verlusten meiner Mutter, Tochter und meines Stiefsohnes mit therapeutischer Begleitung bewältigt und konnte als dreifache Mutter 43 Jahre als Ergotherapeutin arbeiten. Ohne eine Psychotherapie wäre dies ganz sicher nicht möglich gewesen. Durch meine Arbeit mit Menschen, die eine psychische Erkrankung haben, konnte ich immer wieder erleben, dass durch ambulante psychotherapeutische Angebote ein stationärer Aufenthalt nicht mehr nötig war und so die Kosten deutlich verringert wurden. Auch nach einem stationären Aufenthalt war eine ambulante Begleitung zur Rückfallprophylaxe äußerst wichtig.
Bedenklich ist der ständig zunehmende Mangel an niedergelassenen Fachärzte für Psychiatrie, so dass auch hier die Versorgung sehr angespannt ist. Die Hilfsangebote für Menschen mit psychischen Problemen werden auf vielen Ebenen immer schwerer zugänglich, was für die Gesellschaft fatale Folgen hat.
Ich danke Ihnen für Ihr Verständnis

