Mecklenburg-Vorpommern

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Mecklenburg-Vorpommern hat gewählt. 

Rund 1,3 Millionen Menschen waren am Sonntag, dem 20. September 2026, bei der Landtagswahl in Mecklenburg-Vorpommern (MV) wahlberechtigt. Mehr als eine Million von ihnen gaben ihre Stimme ab. Die Wahlbeteiligung lag damit bei 78,1% – deutlich höher als bei der Landtagswahl 2021, als sie 70,8% betrug.

In diesem Artikel fassen wir die wichtigsten Ergebnisse der Landtagswahl zusammen. Außerdem werfen wir einen Blick auf besonders spannende Wahlkreise und knappe Direktmandate sowie auf die Zeit nach der Wahl.

Hinweis: Dieser Artikel basiert auf den vorläufigen Wahlergebnissen mit Stand vom 21. September 2026. Das amtliche Endergebnis liegt noch nicht vor. Die Feststellung des endgültigen Ergebnisses ist für den 30. September vorgesehen.

Landtagswahl Mecklenburg-Vorpommern 2026: Das Ergebnis in Kürze

Die AfD erhielt bei der Landtagswahl in Mecklenburg-Vorpommern die meisten Zweitstimmen. Sie kam auf 38,2% und gewann 22 der 36 Direktmandate. Die SPD erreichte 35,5% der Zweitstimmen und gewann die übrigen 14 Direktmandate.

Neben AfD und SPD ziehen nach dem vorläufigen Ergebnis auch die Linke und die Grünen in den Landtag ein. Die Linke erreichte 6,5%, die Grünen kamen auf 5,7% der Zweitstimmen. Beide Parteien gewannen kein Direktmandat.

Knapp an der Fünf-Prozent-Hürde scheiterten die CDU und das BSW. Die CDU kam auf 4,9%, das BSW auf 4,8 %. Damit scheiterte die CDU erstmals bei einer Landtagswahl an der Fünf-Prozent-Hürde und verpasste den Einzug in einen Landtag.


Spannende Wahlkreise und knappe Direktmandate

Mit besonderer Spannung wurde das Duell im Wahlkreis 8 „Schwerin I“ erwartet. Dort traten Manuela Schwesig von der SPD und Leif-Erik Holm von der AfD gegeneinander um das Direktmandat an. Schwesig setzte sich deutlich durch: Sie erhielt 54,4% der Erststimmen, Holm kam auf 28,2%.

Deutlich enger waren die Rennen um die Direktmandate in den Wahlkreisen Stralsund II und Neubrandenburg I.

In Stralsund II setzte sich die SPD-Kandidatin Beatrix Hegenkötter knapp durch. Sie erhielt 35,4% der Erststimmen, der AfD-Kandidat Michael Kasch kam auf 34,9%. Zwischen beiden lagen damit nur 0,5 Prozentpunkte beziehungsweise 106 Stimmen.

Noch knapper fiel die Entscheidung in Neubrandenburg I aus. Dort gewann Stephan Scheel von der AfD mit 37,9% der Erststimmen das Direktmandat. Vanessa Freund von der SPD erreichte 37,6%. Am Ende trennten die beiden lediglich 59 Stimmen beziehungsweise 0,3 Prozentpunkte.

Wie geht es jetzt weiter?

Spätestens am 20. Oktober tritt der neu gewählte Landtag erstmals zusammen. Bei der konstituierenden Sitzung werden unter anderem der neue Landtagspräsident beziehungsweise die neue Landtagspräsidentin gewählt und die parlamentarischen Strukturen für die neue Wahlperiode festgelegt. Bis dahin sind die Abgeordneten des aktuellen Landtags weiterhin hier befragbar. 

SPD, Grüne und Linke haben angekündigt, Sondierungsgespräche für eine gemeinsame Regierung aufzunehmen. Auswertungen des kandidierendenchecks machen deutlich, wo die Direktkandidierenden der drei Parteien übereinstimmen und wo sich Konfliktpotenzial abzeichnet. Große Übereinstimmungen gibt es bei dem Verbot von Überkreuz-Anstellungen von engen Verwandten, stärkeren Investitionen in die Anwerbung, Ausbildung und Integration von ausländischen Fachkräften oder einer Begrenzung von Ferienwohnungen in Tourismusregionen. Auch werden die drei Parteien sich nicht wie von der AfD gefordert für eine Kündigung des Rundfunkstaatsvertrags aussprechen. 

Uneinigkeit herrscht unter den Direktkandidierenden beim Verbot der privaten Nutzung von Smartphones an Schulen und der Begrenzung der Zahl von Nutztieren pro Betrieb. Auch bei der These, in Mecklenburg-Vorpommern sollten Werften auch bei dauerhaften Kosten aus Steuermitteln finanziert werden, liegen die Parteien nicht auf einer gemeinsamen Linie. 

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