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(...) Dabei können durch das Bedingungslose Grundeinkommen Verwaltungskosten eingespart werden, so dass mehr Geld zur Verfügung steht. Aber bei allen mir bekannten Formen des Bedingungslosen Grundeinkommens bleibt die Frage ungelöst, wie trotz der Freizügigkeit innerhalb Europas erreicht werden kann, dass nicht eine große Zahl von Menschen nach Deutschland umsiedelt. Das Problem bleibt selbst dann bestehen, wenn in ganz Europa ein Bedingungsloses Grundgehalt eingeführt wird, weil dieses wegen der unterschiedlichen Lebenshaltungskosten in Deutschland höher sein muss als z.B. in Südeuropa. (...)
(...) Ich selbst habe mich auch schon über die von ihnen beschriebenen Punkte geärgert. Persönlich halte ich diese Art der Beitrags-und Zwangsmitgliedschaft für ein Relikt und werde mich gerne dafür einsetzen, dass es hier zu Änderungen kommt. (...)
(...) Die Interessenvertretung kann durch eine Kammer besser, wirtschaftlicher und ausgewogener als durch den Staat selbst wahrgenommen werden, weil die Kammermitglieder selbst über ihre Aufgabengestaltung entscheiden. Für die Wahrnehmung dieser Aufgaben braucht es ein hohes Maß von Vertrauenswürdigkeit, Sachkunde und Objektivität der Kammern. (...)
(...) Aus meiner Sicht erfüllen die Kammern zwar eine wichtige Funktion, daraus läßt sich für mich aber keine Zwangsmitgliedschaft begründen. Immerhin erfüllen auch die Gewerkschaften eine wichtige gesellschaftliche Funktion. In unserer Gesellschaft ist es aber ganz selbstverständlich, dass die Berufstätigen dort freiwillig Mitglied werden, so wie ich selbst es vor fast 25 Jahren geworden bin. (...)

(...) Ich gebe Ihnen grundsätzlich Recht, das Deutsche Kammerwesen ist in seiner Form und Durchführung meines Erachtens überholt und dringend reformbedürftig. (...)