(...) Ich persönlich bin den Kirchen für ihre Leistungen, gerade im sozialen, karitativen, kulturellen und religiösen Bereich sehr dankbar und sehe deshalb keinen Grund, eine Änderung des bestehenden Verhältnisses von Staat und Kirche herbeizuführen. Als Bildungspolitikerin weiß ich beispielsweise, welch hervorragende Ergänzung christliche Kindergärten und Privatschulen zum öffentlichen Schulsystem darstellen. (...)
Alle Fragen und Antworten bei abgeordnetenwatch
Sehr geehrter Herr Koch,
Eine ähnliche Frage habe ich erst vor wenigen Tagen beantwortet. Überhaupt habe ich über Abgeordnetenwatch bisher nur dieses Thema gestellt bekommen.

Ich bin auch dafür, den Laizismus bei uns - wie in Frankreich- zu vollenden. (...)

(...) Die christlichen Kirchen haben ein großes Problem, ihre Daseinsberechtigung an junge Menschen weiterzugeben. Dies begründet sich auch in der hohen Zahl von konfessionsfreien Jugendlichen. (...)
(...) Politisch sollten Staat und Kirche klar getrennt sein. Es gibt meines Erachtens keine konkreten Verflechtungen zwischen Kirche und Staat, aber der meinungspolitische Einfluss spielt insbesondere in noch stärker religiös geprägten Regionen und Ländern (Bayern und auch BW) durchaus eine Rolle. In Bayern zeigt sich dies am Kruzifix-Streit, ob also in allen Klassenzimmern ein Kreuz hängen soll/darf. (...)
(...) Die Kirchen nehmen in unserer Gesellschaft eine bedeutende und wichtige Position ein. Daher sehe ich keinen Anlass dazu, das Verhältnis von Kirchen und Staat in Deutschland neu zu definieren. Auch der Idee einer Abschaffung der Kirchensteuer, wie sie von so manchem FDP-Politiker in jüngster Zeit postuliert wurde, erteile ich eine klare Absage. (...)