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Die Regelung zur Krankschreibung ab dem ersten Krankheitstag ist eine Entscheidung des Bundesgesetzgebers. Aus meiner Sicht eines Mittelständlers sehe ich auch die Verantwortung der Unternehmen. Eine Kopplung des Renteneintrittsalters an die steigende Lebenserwartung halte ich grundsätzlich für einen überlegenswerten Ansatz.
Zugleich muss aber sehr klar sein: Die große Mehrheit der Beschäftigten, gerade in der Pflege und im Gesundheitswesen, braucht kein pauschales Misstrauen, sondern verlässliche Arbeitsbedingungen, Schutz und Wertschätzung.
Dieser Punkt der Einigung zwischen den Koalitionspartnern war und ist kein Wunschprojekt der SPD.
Ich sehe in einer verpflichtenden Krankschreibung ab dem ersten Krankheitstag keinen Vorteil.
Was es wirklich braucht, ist das Gegenteil dessen, was hier vorgeschlagen wird: eine spürbare Entlastung der Hausarztpraxen statt zusätzlicher Bürokratie, eine bessere Steuerung von Patient*innen im Gesundheitssystem und mehr Investitionen in Gesundheitsschutz am Arbeitsplatz