(...) Selbstverständlich unterstütze ich die von Ihnen kritisierte Politik nicht und mache das sowohl im Bundestag als auch in den Medien deutlich. (...)
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(...) Ihre Sorge um Geldwertstabilität und Überschuldung der europäischen Staaten, auch Deutschlands, kann ich verstehen und teile ich weitgehend. Es stimmt auch, daß viele EU-Entscheidungen die Einzelstaaten und ihre Parlamente vor weitgehend vor vollendete Tatsachen stellt, und parlamentarisch nicht ausreichen Legitimiert sind. Aber eine EU-Diktatur haben wir deshalb noch lange nicht. (...)
(...) Wir arbeiten heute für den Erhalt eines stabilen und wirtschaftlich erfolgreichen Europas. Das ist im Übrigen ein Anliegen, das die allermeisten Politikerinnen und Politiker in unserem Land teilen. (...)
(...) In Abwägung der schwierigen Alternativen erscheint die Rettung des Euro also als richtige Lösung, durchaus zum Wohle auch des deutschen Volkes, und damit in Erfüllung des Amtseides, den die Regierenden (nur nebenbei: nicht die Parlamentarier!) leisten. Wenn Sie uns Politikern diese Urteilsfähigkeit und -kompetenz aberkennen, könnten wir unseren Staat allein von Beamten und "Technikern" verwalten lassen. (...)
(...) vielfach und unmissverständlich habe ich geäußert, dass ich temporäre und permanente Institutionen, mit denen Schulden kollektiviert werden, ablehnen werde. Die Aufhebung des Prinzips der Eigenverantwortlichkeit macht alles nur noch schlimmer. (...)
(...) Eines muss jedoch klar sein: Um insbesondere die derzeitigen Probleme zu meistern, brauchen wir nicht weniger, sondern mehr Europa. Nur mit einer starken, solidarischen EU wird Deutschland in einer immer globalisierteren Welt auch in Zukunft wirtschaftlich und politisch eine Rolle spielen. (...)