Sehr geehrter Herr von Wunsch-Rolshoven,
haben Sie vielen Dank für Ihre Nachricht vom 15. Mai zur Sprachenvielfalt in der Europäischen Union und insbesondere zur Rolle der Sprache Esperanto
Sehr geehrter Herr von Wunsch-Rolshoven,
haben Sie vielen Dank für Ihre Nachricht vom 15. Mai zur Sprachenvielfalt in der Europäischen Union und insbesondere zur Rolle der Sprache Esperanto
(...) Wenn dies ohne Erfolg geblieben sein sollte, könnte ich mir vorstellen, eine Abgeordnetenanfrage an die EU-Kommission zum Thema zu richten. Vielleicht wäre dies eine Unterstützung für Sie. (...)
(...) Ich sehe keinen Grund, Esperanto (als weitere Fremdsprache) irgendwo auf den Lehrplan zu schreiben oder zu fördern. Englisch hat sich als "Weltsprache" etabliert und bewährt. (...)
(...) Auf ihr beruht die Literatur der europäischen Länder, und nicht zuletzt deren Unterschiede in Tonalität, Rhythmus und Struktur macht diese Sprachschöpfungen so faszinierend. Ich möchte diese Vielfalt erhalten, nicht beseitigen. Daher ist für mich eine einheitliche europäische Kunstsprache wie Esperanto keine Verheißung, zumal Englisch ohnehin schon jetzt die Lingua Franca darstellt. (...)
(...) oder eine Ausbildung oder Praktika zu machen, dort zu leben und zu lernen, hat heute schon für Millionen Menschen die europäische Gemeinschaft konkret erfahrbar gemacht. (...)
(...) Da Esperanto bislang in keinem Mitgliedstaat der Europäischen Union den Status einer Amtssprache, Regional- und Minderheitensprache innehält, scheint es mir, als gebe es keine Grundlage für die EU-Kommission, es als Sprache der EU-Bürgerinnen und Bürger anzuerkennen. Die Entscheidung, welche Sprachen an Schulen und Universitäten angeboten werden, sollte meines Erachtens auch weiterhin gemäß dem Subsidiaritätsprinzip auf nationaler Ebene getroffen werden. (...)