Organspenden-Reform: Zustimmungslösung

16 Jan 2020

Der Bundestag stimmt über zwei überfraktionell eingebrachte Gesetzesentwürfe ab, welche die Bundesregierung auffordern, dass Organspendemodell in Deutschland zu reformieren. Die Abgeordneten entscheiden über die Einführung einer Widerspruchslösung oder einer Zustimmungslösung.

Über die Widerspruchs- und die Zustimmungslösung sowie über einen AfD-Antrag wurde jeweils namentlich abgestimmt. Hier finden Sie die Ergebnisse zur Zustimmungslösung.

Mit 432 Ja-Stimmen und 200 Nein-Stimmen wurde der Antrag zur Zustimmungslösung bei 37 Enthaltungen in der dritten Beratung angenommen.

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Dafür gestimmt
432
Dagegen gestimmt
200
Enthalten
37
Nicht beteiligt
40
Abstimmungsverhalten von insgesamt 709 Abgeordneten.

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NameFraktionWahlkreisStimmverhalten

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05.07.2018
16.05.2019
29.11.2019

Kommentare

Entfernt. Bitte beteiligen Sie sich nur, wenn Sie einen konstruktiven Beitrag zur Diskussion leisten möchten. Danke, die Redaktion/db

Liebe diskutierende Mitmenschen, die Organspendediskussion ist wichtig, aber ohne Kenntnis ihrer Umstände kaum angemessen führbar. Mitarbeitende auf Transplantationsstationen oder onkologischen Stationen können einen erhellenden Diskussionsbeitrag zur Akut- und Spätsituation (nach 10 bis 15 Jahren) leisten. Auch die Initiative KAO ermöglicht den Zugewinn von Erkenntnissen. Ein wichtiges Thema sind beispielsweise die Maßnahmen zur Ermittlung der gesundheitlichen Situation des potentiellen Organabgebenden samt seiner Organe. Hierfür werden schmerzstillende und beruhigende bzw. betãubende Mittel, die der Patient bislange erhalten hat, herunterdosiert. Die Organspendewerbung bezeichnet Organspendende zu Recht als Helden. Das gilt dann auch für den Prozess der Organentnahme: In der Anästhesie arbeitende Fachleute äußern, dass sie nicht wissen, ob ein Mensch bei der Organentnahme Schmerzen erleidet. Und wenn man eigentlich verfügen will, keine lebensverlängernden intensivmedizinischen Maßnahmen zu erhalten, kann diesem Willen bei einer Organabgabe nicht entsprochen werden. Von einem würdevollen Umgang mit dem organbesitzenden Menschen kann keine Rede sein (auch bei einer Obduktion nicht). Wie fühlen sich die Eltern eines Kindes, dessen Organe man gerne für Transplantationen zur Verfügung hätte, wenn der Zeitdruck keinen angemessenen Raum für ihre Betreuung lässt? Nicht alles, was möglich erscheint, ist ethisch verantwortbar.

Nachdem ich gut 40 Jahre einen Organspendeausweis (ohne Einschränkung) mit mir herum getragen habe, werde ich jetzt folgenden Zusatz anbringen.
= Ich stimme einer Organentnahme nur zu, wenn der mögliche Organempfänger bereits im Vorfeld sich selbst als Organspender zur Verfügung gestellt hat=
Ich will und kann nicht Akzeptieren, dass manche Menschen nur haben wollen aber selber nicht bereit sind etwas zu geben

Ich möchte kein fremdes Organ haben. Ich möchte auch keine Immunsuppressiva einnehmen.

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