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Verena Häggberg
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Frage von Ulrich E. •

Frage an Verena Häggberg von Ulrich E. bezüglich Gesellschaftspolitik, soziale Gruppen

Sehr geehrte Frau Häggberg,
was sind die wesentlichen Unterschiede aus Ihrer Sicht zwischen der ödp und den "Grünen", können sie sich eine Zusammenarbeit vorstellen und - sehen Sie sich und Ihre Partei als "Schwarz-Grüne?"
Mit freundlichem Gruß
Ulrich Engelfried

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Antwort von
ÖDP

Sehr geehrter Herr Engelfried,

eine Frage, die ich natürlich häufig gestellt bekomme.

Die ödp bezeichnet sich selbst gern als "wertorientiert". Das könnte man als konservativ interpretieren, wobei das meiner Einschätzung nach in erster Linie auf die ödp in Bayern (eventl. BW) zutrifft, was auch an der eher katholischen Gesellschaftsstruktur dort liegt. Da dort die meisten Mitglieder und die größten politischen Erfolge sind, färbt das auch auf den Norden ab. Die Hamburger ödp würde ich nicht als konservativ sehen, mich selbst schon gar nicht. Mit der CDU, da sind wir uns einig, gibt es keine Schnittpunkte, schon aus ökologischen Gründen nicht.

Ich sehe es eher so: Orange ist wirklich grün.

Wir sind, anders als die Grünen, von der Wirtschaft unabhängig und nehmen keine Konzernspenden. Das ist eines unsere großen Themen und der Grund warum ich bei der ödp bin. Daher gibt es keine Kompromisse wie z.B. in München, wo die grünen Stadträte für und nicht gegen das Kohlekraftwerk gestimmt haben, keine Kampfeinsätze in Afghanistan, keine grüne Gentechnik... Klar, wir stehen nicht in der Regierungsverantwortung - wahrscheinlich genau deshalb. Aber es gibt auch gute Zusammenarbeit mit den Grünen, wie mit vielen anderen Organisationen auch, z.B. im Kampf gegen des Kohlekraft werk Moorburg, bei der Organisation der Fahrradsternfahrt, bei der neuen Initiative für verbindliche Volksentscheide (schon unterschrieben?).

Herzlichst Verena Häggberg

PS: Haben Sie Frau Goetsch schon gefragt, was die Grünen von der ödp unterscheidet?