Jahrgang
1953
Wohnort
Meiningen
Berufliche Qualifikation
Diakonenausbildung als kirchlicher Mitarbeiter, Dipl. soz. paed. (FH)
Ausgeübte Tätigkeit
im Ruhestand
Wahlkreis

Wahlkreis 12: Schmalkalden-Meiningen I

Wahlkreisergebnis: 7,3 %

Parlament
Thüringen

Thüringen

Die Einstellung weiterer Kita-Betreuer:innen soll Vorrang haben vor der Einführung eines zweiten beitragsfreien Kitajahres.
Position von Ulrich Töpfer: Stimme zu
Jugendliche sollen bereits ab 16 Jahren bei Landtagswahlen mitwählen dürfen.
Position von Ulrich Töpfer: Stimme zu
Um die im Thüringer Klimagesetz festgelegte Energiewende bis 2040 zu erreichen, muss es ermöglicht werden, im Thüringer Wald Windräder zu errichten.
Position von Ulrich Töpfer: Neutral
Im Kampf gegen steigende Mieten soll Thüringen dem Vorbild Berlins folgen und eine Mietobergrenze gesetzlich festlegen.
Position von Ulrich Töpfer: Stimme zu
Der Verfassungsschutz in seiner jetzigen Form ist ein wichtiges Instrument und muss beibehalten werden.
Position von Ulrich Töpfer: Lehne ab
Nach 35 Beitragsjahren sollen Arbeitnehmer:innen eine Grundrente erhalten.
Position von Ulrich Töpfer: Stimme zu
Abgelehnte Asylbewerber:innen sollen konsequent in ihre Heimatländer zurückgeführt werden.
Position von Ulrich Töpfer: Lehne ab
Es soll ein verbindliches Lobbyregister geben, in dem u.a. Kontakte zwischen Lobbyist:innen und der Politik veröffentlicht werden.
Position von Ulrich Töpfer: Stimme zu
Es darf keine weiteren Gemeinde- und Kreisfusionen mehr geben.
Position von Ulrich Töpfer: Neutral
Massentierhaltung sollte verboten werden.
Position von Ulrich Töpfer: Stimme zu
Es sollen mehr Pflegekräfte aus dem Ausland angeworben werden.
Position von Ulrich Töpfer: Stimme zu
Der vereinbarte Mindestlohn für öffentliche Aufträge von 11,42€/Stunde ist zu hoch und soll zurückgenommen werden.
Position von Ulrich Töpfer: Lehne ab
Die Listen der Parteien zur Landtagswahl müssen sich zu gleichen Anteilen aus Männern und Frauen zusammensetzen.
Position von Ulrich Töpfer: Stimme zu
Die aktuelle Anzahl von Gemeinschaftsschulen soll nicht weiter erhöht werden.
Position von Ulrich Töpfer: Lehne ab
In Thüringen soll es mehr staatlich geförderte Programme gegen Rassismus und Antisemitismus geben.
Position von Ulrich Töpfer: Stimme zu
Das Land Thüringen soll auch weiterhin Stipendien für angehende Ärzt:innen finanzieren, damit sie sich später im ländlichen Raum niederlassen („Thüringen-Stipendium“).
Position von Ulrich Töpfer: Stimme zu
Mit überschüssigen Steuereinnahmen soll das Land Thüringen vorrangig Schulden zurückzahlen.
Position von Ulrich Töpfer: Neutral
Der Ausbau von Radwegen soll Vorrang vor Investitionen ins Autostraßennetz haben.
Position von Ulrich Töpfer: Stimme zu

Die politischen Ziele von Ulrich Töpfer

  • Bedarfsgerechte Förderung der Jugendverbandsarbeit und Jugendarbeit.
  • Einsatz für optimale Rahmenbedingungen, die Kinder und Jugendliche in ihrer Entwicklung unterstützen und Kinderarmut konsequent verhindern helfen. 
  • Umfassende Beteiligung aller Menschen an Meinungsbildungsprozessen und Entscheidungen.
  • Förderung der Demokratie in allen Lebensbereichen durch geeignete Mitbestimmungsformate für jung und alt.
  • Einsatz für eine offene Gesellschaft und gegen Rechtsextremismus, Antisemitismus und gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit. 
  • Ausbau der Gemeinschafts- und Ganztagsschulen sowie der Schulen in freier Trägerschaft.
  • Ein Verkehrsverbund für ganz Thüringen.
  • Einführung eines Thüringentaktes und kostengünstigen Thüringentickets, damit sich jeder und jede den ÖPNV leisten kann und ländliche Gebiete nicht abgehängt werden. 
  • Konsequenter Einsatz für gut Lebensbedingungen für alle Menschen. 
  • Förderung des ländlichen Raums durch Ausbau der Infrastruktur (Kultur, Verkehr, Versorgung, Digitalisierung).  
  • Massiver Ausbau der Kapazitäten im Nahverkehr.
  • Integration von Menschen mit Migrationshintergrund. 
  • Artgerechte Tiehaltung und das Ende der industriellen Massentiehaltung. 
  • Insektenschutz-Sofortprogramm und insektenfreundliche Stadtbegrünung.
  • Nachhaltiges Beschaffungswesen in allen öffentlichen Verwaltungen. 
  • Förderung von Fair-Trade Kommunen.

 

Über Ulrich Töpfer

Ulrich Töpfer - Dipl. soz. paed (FH)

 

Beruflicher Werdegang:

1976 – 1992  Kreisjugendwart der Evangelischen-Lutherischen Kirche in Thüringen im Kirchenkreis Meiningen 1992 – 2006

1992 – 2006  Landesgeschäftsführer der Evangelischen Jugend in Thüringen

2006 - 2018  Landesgeschäftsführer des Bundes Evangelischer Jugend in Mitteldeutschland

2011 – 2016  Landesgeschäftsführer der mobilen Beratung für Opfern rechter, rassistischer und antisemitischer Gewalt in Thüringen – ezra

 

Lebenslauf: 

Am 24. November 1953 wurde ich in Meiningen geboren. Kindheit und Jugend habe ich in Römhild verbracht.

Geprägt von der christlichen Erziehung meiner Eltern begann mit dem Eintritt in die Schule eine konfliktreiche Zeit.

So blieben die obligatorischen Aufnahmeanträge in Pionierorganisation und FDJ unausgefüllt ebenso wie der Antrag auf Teilnahme an der Jugendweihe. Aber nicht nur das: Ich weigerte mich die dritte Strophe der „Internationale“ zu singen, vergaß das DDR-Emblem auf der Deutschlandfahne, unterschrieb eine Resolution gegen den „Aggressor“ Israel nicht und vieles mehr. Dafür weigerten sich die Schulbehörden ihre Zustimmung zum Besuch der Erweiterten Oberschule (Gymnasium) zu geben.

Trotzdem konnte ich 1970 eine Ausbildung als Baufacharbeiter mit Abitur beginnen. Beendet habe ich sie allerdings nicht. Mein Antrag auf Wehrdienst ohne Waffe und die Verweigerung des Schießens im GST-Lager (obligatorische vormilitärische Ausbildung bei jeder Lehrausbildung) verstärkten die Zweifel an meiner Eignung zum künftigen sozialistischen Kader.

In diese Zeit fällt auch die Erfassung in der Kerblochkartei der Staatssicherheit als „Person, die zu feindlich-negativen Demonstrationshandlungen neigt“.

Die Berufsausbildung konnte ich beenden und begann danach im Johannes-Falk-Haus in Eisenach eine Diakonenausbildung als kirchlicher Mitarbeiter für Gemeindeaufbau in Neubaugebieten und Jugendarbeit. Nach vierjähriger Ausbildung, ich heiratete am Ende der Ausbildung meine Frau Sybille und wurde Vater unseres Sohnes Christoph, begann ich in Meiningen als Kreisjugendwart der Evangelisch-Lutherischen Kirchgemeinde für den Kirchenkreis Meiningen zu arbeiten.

Im Herbst 1979 bekam ich die Einberufung als Bausoldat zum Wehrdienst ohne Waffe (Kriegsdienstverweigerer). Es wurden schlimme eineinhalb Jahre, in denen die Freiheit der Verweigerung mit allen daraus erwachsenden Konsequenzen für mich die einzige Freiheit blieb. Ich trat in einen quasi Hungerstreik. Völlig abgemagert begann ich meine Arbeit 1981 wieder in Meiningen.

In diesem Jahr wurde unsere Tochter Juliane geboren.

Meine Arbeit war von Anfang an von einer großen Offenheit für junge Menschen geprägt. Zwei Dinge waren und sind mir wichtig: Die Liebe Gottes gilt allen Menschen, ob getauft oder nicht. Und: Christlicher Glaube hat immer etwas mit meinem und dem Leben anderer und den Lebensverhältnissen zu tun. ‘Damit in Zukunft keiner mehr unter die Räuber fällt muss die Straße von Jericho nach Jerusalem neu gebaut werden. ’(Martin-Luther King). Es sind viele unter die „Räuber“ gefallen und sie fallen noch.

Meine Arbeit als kirchlicher Mitarbeiter war und ist auch immer politische Arbeit.
Auf der Suche nach Alternativen wurde die „Offene Arbeit“ zu einem Kernbereich der Opposition in der DDR. Schon Ende der siebziger Jahre veranstalteten wir sogenannte „Friedenswerkstätten“ unter anderem unter dem Thema: „Reformation heute - alternativ leben“.

Dies setzte sich von 1981 an mit der Aktion „Schwerter zu Pflugscharen“, den Friedensdekaden, den „Gemeindetagen Frieden“ und den „Friedensgebeten“ fort. 1982 gründeten wir den Gesprächskreis für Frieden und Ökologie der Kirchgemeinde Meiningen, der heute noch existiert. Neben der Vorbereitung größerer Veranstaltungen, dem politischen Gespräch, der Gemeinschaft, sie war so wichtig um manche Resignation und Enttäuschung abbauen zu helfen, schrieb ich Eingaben u.a. zum Schießbefehl an der Grenze, zur Entmündigung der Bürger der DDR, zur Umweltverschmutzung, zur fehlenden Demokratie und der Alleinherrschaft der Partei aber auch zur Gemüseversorgung in Meiningen. Diese wurden heftig diskutiert und mehrheitlich verabschiedet.

Wir bauten Krötenzäune, pflanzten Bäume, gründeten eine Laienspielgruppe, luden verbotene Künstler ein und vieles mehr. Ich wollte mich nicht abfinden mit der Mauer um uns und der Mauer in den Köpfen. Ich wollte das Scheitern nicht vorweg nehmen. 
Die Staatssicherheit reagierte auf ihre Weise: 1982 leitete sie gegen mich die „Operative Personenkontrolle Klerus“ ein und 1984 folgte die Steigerung zum „Operativen Vorgang Klerus“. Ab nun war ich vogelfrei. „Jetzt konnten alle „operativ-technischen Mittel“ eingesetzt werden, um die Person zu „zersetzen“, zu „isolieren“, die beruflichen und zwischenmenschlichen Beziehungen zu zerstören“. Viele, zu viele beteiligten sich daran. 
Aber es nützte nichts. Wir veranstalteten 1984 u.a. trotz aller Schikanen (Herr König – Leiter der Abteilung XX der Bezirksverwaltung des MfS: „Herr Töpfer, ich entschuldige mich für all das Schlimme, das wir Ihnen angetan haben.“) in Meiningen die einzige „blockübergreifende“ Friedensaktion zur Überwindung der militärischen Konfrontation und der Militärblöcke, die es in Deutschland je gab. Meiningen hat da Geschichte geschrieben, aber die Meininger haben es nicht einmal gemerkt.

Ich war beteiligt an der Vernetzung der Friedens- und Umweltgruppen in Thüringen, zu deren Sprecher ich gewählt wurde, und der DDR („Konkret für den Frieden“). Ich wurde in dessen Fortsetzungsausschuss gewählt, war einer der zehn Delegierten der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Thüringen zur „Ökumenischen Versammlung für Gerechtigkeit, Frieden und Bewahrung der Schöpfung“ und hauptverantwortlich für die großen Friedensgebete und Demonstrationen 1989/90 in Meiningen sowie für die Auflösung der Staatssicherheit. 
1989 gründete ich mit Freundinnen den „Demokratischen Aufbruch“ in Meiningen, den wir zum Jahresende wieder verließen. 1990 beteiligte ich mich an der Gründung der „Grünen Partei“ in Meiningen.

Ich bin staatlich anerkannter Verfolgter der SED-Diktatur. 

 

Politische Mandate: 

1990 - 1999 Abgeordneter des Kreistages, Fraktionsvorsitzender, Vorsitzender des Rechtsausschusses mit dem Untersuchungsausschuss gegen Amtsmissbrauch und Korruption, Vorsitzender des Jugendhilfeausschusses

2004 - 2009 Stadtrat Meiningen, Fraktionsvorsitzender, Mitglied des Hauptausschusses, Mitglied des Kultur- und Sozialausschusses

2009 - 2014 Stadtrat Meiningen, Fraktionsvorsitzender, Mitglied des Ausschusses für Jugend, Soziales, Kultur und Sport 

2009 - 2014 Abgeordneter des Kreistages, Fraktionsvorsitzender, Vorsitzender des Jugendhilfeausschusses

2014 - 2019 Stadtrat Meiningen, stellvertretender Bürgermeister, Fraktionsvorsitzender

2014 - 2019 Abgeordneter des Kreistages, Fraktionsvorsitzender, Vorsitzender des Jugendhilfeausschusses

2019 - 2024 Stadtrat Meiningen, stellvertretender Bürgermeister, Fraktionsvorsitzender, Mitglied des Hauptausschusses 

2014 - 2024 Abgeordneter des Kreistages, Fraktionsvorsitzender, Mitglied des Kreis- und Finanzausschusses, Vorsitzender des Jugendhilfeausschusses

bis 2018 stellvertretender Vorsitzender des Landesjugendringes Thüringen e.V.

1992 - 2020 Mitglied des Landesjugendhilfeausschusses Thüringen

bis 2018 Mitglied der Landessynode der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Thüringen und der Synode der Föderation Evangelischer Kirchen in Mitteldeutschland sowie der Landessynode der EKM

 

Zivilgesellschaftliches Engagement

Vorsitzender des Eine Welt Verein Meiningen e.V.

Mitglied des BUND

Moderator des Bündnisses für Demokratie und Toleranz

Mitglied im Kunstverein NEKST e.V. 

Leiter des Gesprächskreises für Frieden und Ökologie

Mitglied im Freundeskreis Migranten

Mitglied im Begleitausschuss Lokaler Aktionsplan für Demokratie

 

Auszeichnungen und Ehrungen: 

2012 war ich Mitglied der 15. Bundesversammlung zur Wahl des Bundespräsidenten der Bundesrepublik Deutschland.

Träger der goldenen Ehrennadel der Stadt Meiningen 

Träger des Thüringer Verdienstordens 

 

Seit dem 1.9.2018 bin ich Rentner. 

 

 

Alle Fragen in der Übersicht
# Umwelt 9Okt2019

(...) Alle reden von Klimaschutz und Verringerung des CO2-Ausstoßes. Warum ist es so schwierig, als Angestellter in der Thüringer Verwaltung einen Heimarbeitsplatz zu bekommen? Wenn jeder, bei dem es die Tätigkeit zulässt, ein Recht auf Arbeit von zu Hause aus hätte, könnte ohne persönliche Einschränkungen viel CO2 gespart werden. (...)

Von: Van Ebfvav

Antwort von Ulrich Töpfer
DIE GRÜNEN

(...) Ich bin ein vehemter Verfechter von Heimarbeitsplätzen und werde mich dafür einsetzen, dass die gesetzlichen Rahmenbedingungen dafür optimal gestaltet werden! Einerseits, um die Lebensqualität der Menschen zu verbessern, die sonst pendeln müssten aber auch, um das Klima zu schützen. (...)

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