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Torben Braga
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Frage von Peter H. •

Sehr geehrter Herr Braga, wie bewerten Sie die Militäraktion der USA vom 2. auf den 3. Januar in Venezuela?

Zu den Hintergründen hat Präsident Trump mittlerweile erklärt, dass er Nicols Maduro Drogenhandel vorwirft sowie die Verstaatlichung von US-amerikanischen Mineralölfirmen (die weit vor Maduros Amtszeit erfolgten). Zudem sei er im Jahr 2024 nur aufgrund von Wahlbetrug im Amt bestätigt worden.

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Antwort von AfD

Sehr geehrter Herr H.,

es gibt viele und gewichtige Gründe, das Regime von Nicolás Maduro entschieden zu kritisieren. Es steht für Autoritarismus, politische Repression und eine oligarchische Machtstruktur, die das venezolanische Volk seit Jahren seiner wirtschaftlichen, politischen und sozialen Perspektiven beraubt hat. Millionen Menschen sind verarmt oder zur Flucht gezwungen worden. Diese Realität darf weder verharmlost noch relativiert werden.

Gerade deshalb ist jedoch die Militäraktion der Vereinigten Staaten vom 2. auf den 3. Januar entschieden abzulehnen. Der Grund dafür ist ein fundamentaler: Die Souveränität von Staaten ist unteilbar und nicht verhandelbar – unabhängig von ihrer Größe, ihrer Macht oder der politischen Bewertung ihrer Regierung. Sie ist ein tragendes Prinzip und Voraussetzung jeder internationalen Ordnung.

Wird dieses Prinzip im Falle Venezuelas preisgegeben, dann wird ein gefährlicher Präzedenzfall geschaffen. Wer heute akzeptiert, dass ein Regimewechsel von außen militärisch erzwungen wird, muss morgen hinnehmen, dass auch das eigene Land diesem Recht des Stärkeren unterworfen wird. In einer Zeit tiefgreifender geopolitischer Umbrüche würde dies das Risiko von Krieg und internationalem Chaos weiter erhöhen.

Entscheidend ist daher, dass die Zukunft Venezuelas nicht durch militärische Interventionen von außen, sondern durch den Willen seiner Bevölkerung bestimmt wird. Es ist allein Sache des venezolanischen Volkes, frei und souverän über den politischen Weg seines Landes zu entscheiden.

Mit freundlichen Grüßen
Torben Braga

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