Laut aktuellen Medienberichten (FAZ) hat Merz nun verkündet, die Gesundheitsreform sei „praktisch abgeschlossen“. Wie passt diese Vorab-Verkündung zu einer offenen und demokratischen Debatte?
Als niedergelassener Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeut arbeite ich an der Belastungsgrenze und muss Familien bereits heute unzumutbare 12 Monate Wartezeit zumuten. Die im aktuellen Entwurf geplante Bindung der Vergütung an die Grundlohnrate zwingt uns in ein starres finanzielles Korsett, das das Versorgungsangebot willkürlich deckelt.
Akzeptiert Ihre Arbeitsgruppe diese vollendeten Tatsachen aus dem Kanzleramt, oder setzen Sie sich im parlamentarischen Verfahren aktiv dafür ein, dass sich die Finanzierung in der Psychotherapie künftig am tatsächlichen gesellschaftlichen Bedarf orientiert, statt Behandlungsplätze für Kinder endgültig kaputtzusparen?

