Was halten Sie von der Idee eines autofreien Sonntags, wie im Jahr 1973 zur Zeit als Helmut Schmidt Finanzminister war?
Sehr geehrter Herr Frei. Vorab, ich bin KEIN Grün oder Linker. Das möchte ich vorausschicken. Das ist mir wichtig, damit möchte ich trotz meines Vorschlags nicht in Verbindung gebracht werden.
Ich bin 1963-er Jahrgang. Im Jahr 1973 wurde während einer Ölkrise ein autofreier Sonntag eingeführt. Helmut Schmidt - den ich ausserordentlich schätzte - war damals Finanzminister. Ich bin der Meinung, es würde keinem weh tun, mal für einen Tag auf das Fahrzeug zu verzichten, damals definierte Ausnahmen mit berücksichtigt. (Arzt, Beruf, wichtige Besorgungen usw.)
Ich bin der Meinung, es wäre eine gute Idee. Bitte dringend B90 / Grüne im Auge behalten, damit nicht wieder die Diskussion "100 auf der Autobahn" aufflammt. Es ist sowieso schon fast bundesweit alles lokal mit 120-er Schildern begrenzt, wie bspw. auf der Autobahn A92.
Ich halte das für eine gute Idee. Vielleicht sollte man auch auf Ideen zurückgreifen, die früher von noch kompetenten Politikern auf den Weg gebracht wurden. Danke.
Sehr geehrter Herr W.,
der Unterschied zum Ölschock von 1973 und heute ist, dass durch das "Zudrehen des Ölhahns" die Multis damals den Ölhahn zudrehten und man wegen Versorgungsengpässen zu drastischen Mitteln greifen musste. Heute ist die Versorgung gesichert, aber durch die gestiegene Nachfrage aus Ländern, die bislang hauptsächlich aus den Ölstaaten am Golf beliefert wurden, ist der Preis an den Märkten deutlich gestiegen. Kraftstoffe würden durch eine solche Maßnahme an den Tankstellen aller Voraussicht nach nicht günstiger werden. Aber es hat jeder ein Stück weit für sich in der Hand, zumindest in der Freizeit Kraftstoff und Geld durch Fahrtverzicht zu sparen.
Hoffen wir, dass der Krieg am Golf bald endet und die Blockade an der Straße von Hormus absehbar aufgehoben wird.
Mit freundlichen Grüßen
Thorsten Frei

