Was tragen Sie bei zur Sicherstellung der psychotherapeutischen Versorgung gesetzlich versicherter PatientInnen bei sinkender Vergütung dieser psychotherapeutischen Leistungen?
Ich wende mich an Sie als Psychotherapeutin (eigene Praxis) in großer Sorge um die ambulante Versorgung psychisch erkrankter PatientInnen . Die Absenkung der Vergütung um 4,5 % bei stetig steigenden Praxiskosten (Miete, Energie, Softwarte etc.) ist für die wirtschaftliche Situation meiner Praxis und für die Versorgung äußerst bedrohlich. Um möglichst vielen Menschen, auch den gesetzlich Versicherten, eine Therapie anbieten zu können, mache ich viel Gruppentherapie. So kann ich bei halbem Versorgungsauftrag ca. 70 Menschen zeitgleich wirksam helfen. Die Zahl der neu anfragenden psychisch Erkrankten nimmt stetig zu, die Wartezeiten übersteigen ein halbes Jahr. Eine sinkende Vergütung wird zu noch längeren Wartezeiten der gesetzlich Versicherten führen. Dadurch entstehen den Krankenkassen langfristig eher Mehrkosten, z. B. durch längere Arbeitsausfälle der PatientInnen. Ich bitte Sie herzliche um Ihre Unterstützung.
Mit freundlichen Grüßen,
Nadja S.

