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Stefan Urbat
PIRATEN

Sehr geehrter Herr Urbat,

Ihre Partei ist für mehr Demokratie, Transparenz und Mitbestimmung. Wie würden sie versuchen, die lokale Politik zu verändern, um diese Ziele zu erreichen?

Mit freundlichen Grüßen Manuel Schuhr

Gesellschaftspolitik, soziale Gruppen
03. Februar 2011

(...) ein faireres Wahlrecht mit größerem Einfluss der Wähler auf das Ergebnis. Hier erscheint mir z.B. das aktuelle Hamburger Wahlrecht mit einer offenen Landesliste, auf der wie bei unseren Kommunalwahlen auch Personen gezielt (bis zu 5 Stimmen insgesamt, beliebig verteilt) gewählt werden können und Multikandidatenwahlkreise, in denen nicht nur die Kandidaten mit den meisten Stimmen gewählt werden, als ein gutes und auch für Baden-Württemberg gangbares Konzept. - Das aktuelle Wahlrecht in Baden-Württemberg vermischt in für kleinere Parteien, die keine Wahlkreismandate direkt gewinnen können, nachteiliger Weise die Personenwahl mit der Wahl der zugehörigen Partei über dieselbe Stimme und richtet die absolut höchsten Hürden bundesweit für die Zulassung von Parteien auf, um in ganz Baden-Württemberg wählbar zu sein: man muss 70 Direktkandidaten aufstellen und als Partei, die nicht in unserem Landtag BW sitzt, auch noch 150 Unterstützungsunterschriften von Wahlberechtigten pro Wahlkreis sammeln, das ist deutlich mehr als 1/1000 der Wahlberechtigten und ein weiterer Negativrekord in Deutschland. (...)

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Stefan Urbat
PIRATEN

Hallo Herr Urbat,

wie stehen Sie zu Stuttgart 21, und würden Sie sich als Abgeordneter für einen Volksentscheid zu S21 einsetzen? Falls ja, würden Sie dies auch vor der Umsetzung von anderen Großprojekten befürworten?

Verkehr
31. Januar 2011

(...) Ich möchte die Vorschläge des Vereins Mehr Demokratie e.V. hier 1:1 umsetzen, speziell die Bauleitplanung darf keinesfalls außen vor bleiben bei Bürgerbeteiligungen, wie es z.Zt. in Baden-Württemberg bei Bürgerentscheiden leider der Fall ist. (...)

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Stefan Urbat
PIRATEN

Sehr geehrte Herr Urbat,

ich bin ein Wähler des Wahlbezirks "Stuttgart I" und habe einige Fragen an Sie:

Wissenschaft, Forschung und Technologie
31. Januar 2011

(...) 1) Ich teile voll und ganz das Ziel meiner Partei der vollständigen Abschaffung von Studiengebühren in Baden-Württemberg: ich weiss von einem C4-Professor an der Uni Stuttgart, der kein Gegner dieser Gebühren ist, dass dies wenig hilfreich ist und die Abschaffung nicht von Nachteil wäre; eine Studentin hat mir erklärt, dass Kommilitoninnen von ihr der Prostitution nachgehen, um diese Gebühren zu bezahlen. (...)

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Stefan Urbat
PIRATEN

Sehr geehrter Herr Urbat,

aufgrund ihrer beruflichen qualifikation tut sich mir eine frage auf, zu der ihre partei noch keine offizielle stellung bezogen hat.

Umwelt
24. September 2009

(...) Ich halte es aktuell für die beste Lösung, am früher beschlossenen Ausstiegsfahrplan für die Nutzung der Kernenergie (im Wesentlichen) für die Stromerzeugung festzuhalten. Der Grund: solange kein wirklich solides Entsorgungskonzept mit Angaben über Kapazitäten und zeitlicher Verfügbarkeit des Endlagers existiert, ist es zu problematisch, noch mehr Atommüll anzuhäufen, der dann auch weiter in den Zwischenlagern aufbewahrt werden muss, bei höherem Risiko als in einem wirklich geeigneten Endlager - das noch gefunden werden muss. (...)

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Stefan Urbat
PIRATEN

Kampf für mehr Gerechtigkeit

Sehr geehrter Herr Urbat, ich möchte Sie stellvertretend für möglicherweise andere unentschlossene Wähler bitten, ein persönliches Gelübde abzulegen:

Wirtschaft
23. September 2009

(...) Wie man das generell verbessern könnte, entzieht sich momentan meiner Kenntnis. Was die Managergehälter und -pflichten angeht: hier bestehen zweifellos große Mißstände. Die dafür eigentlich zuständigen Aufsichtsräte werden hier regelmäßig ihrer Verantwortung nicht gerecht, weder im Vorfeld noch nach dem Vertragsende eines Managers. (...)

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Stefan Urbat
PIRATEN

Sehr geehrter Herr Urbat,

Umwelt
13. September 2009

(...) angesichts der großen Bedeutung der Umweltpolitik in der heutigen Zeit würde das Thema auch von uns aus natürlich eine wichtige Rolle in den Koalitionsverhandlungen spielen. - Außer mir gibt es noch weitere Physiker und andere Naturwissenschaftler unter den Kandidaten, so dass wir durchaus sachgerechte Verhandlungen darüber zu führen in der Lage sind (ich käme übrigens bei 5% auch als Listenkandidat in den Bundestag). (...)

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Stefan Urbat
PIRATEN

Hallo Stefan Urbat

Innere Sicherheit
13. September 2009

(...) Gerade EnBW ist schon drauf und dran, vorerst noch auf freiwilliger Basis, diese Absichten zu realisieren. Ganz ähnlich wie bei Payback-Karten, die im Wesentlichen durch Gläsernmachen der Kunden der Einkaufs- und Verhaltenskontrolle sowie -Manipulation derselben dienen, versucht hier die Energiewirtschaft mit dem Versprechen des Energiesparens durch Herausfinden von überdurchschnittlichen Verbräuchen und Nutzungsmustern den Kunden diese Geräte schmackhaft zu machen. (...)

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Stefan Urbat
PIRATEN

Sehr geehrter Herr Urbat,

Sie beantworten alles hier mit sehr viel Akribie. Oft kann ich zustimmen. Ich widerspreche Ihnen jedoch beim Thema: Entlohnung von Frauen.

Familie
12. September 2009

(...) Zum Anderen werden gerade besser bezahlte Akademiker, die ihren Vertrag selbst individuell ohne jede Tarifbindung aushandeln, was heute recht häufig geworden ist, sehr unterschiedlich entlohnt, wobei die genannten Schwangerschafts- und Erziehungspausen bei Frauen auch eine große Rolle spielen. Hier sind bei gleichen Stellen Einkommensunterschiede von 10 bis 15% keine Seltenheit, teils liegen sie sogar noch deutlich höher. (...)

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Stefan Urbat
PIRATEN

Hallo Herr Urbat,

auf die Frage von Herrn Wagner haben Sie interessant geantwortet. Ich stimme in den meisten Punkten mit ihnen überein.

Umwelt
12. September 2009

(...) ohne hochangereichertes Uran 235, wie bei Hochtemperaturreaktoren wie in Uentrop-Schmehausen) machbar werden, dann bin ich durchaus gewillt, meine Meinung hierzu zu ändern. Längerfristig würde ich aber dennoch eher auf hoffentlich machbare Kernfusionsreaktoren setzen, die gleichermaßen eine längere Energieversorgungszeit als auch geringere Probleme mit radioaktiven Abfällen versprechen. Letzteres ist allerdings noch Gegenstand teurer internationaler Forschung, also noch nicht spruchreif. (...)