Wie wird die Existenz der Halben Kassensitze in Anbetracht der drohenden Budgetierung geschützt werden?
Sehr geehrte Frau Borchardt!
Ich führe eine Praxis mit einem 1/2 Sitz, auf den ich pro Woche 25-27 Patient*innen aus der GKV behandle. Noch völlig unklar scheint zu sein, ob ich nach einer Budgetierung noch 9, 12,5 oder 18 Patient*innen sehen dürfte. Damit bricht ein großer Teil meines verfügbaren therapeutischen Angebots weg (und natürlich auch meines Einkommens). Natürlich müssen wir alle sparen. Aber wie wollen Sie verhindern, dass die Reformpläne die Existenz von Praxen wie meiner und damit meine finanzielle Lebensgrundlage bedrohen? Zusätzlich bedeutet diese Maßnahme, dass zu den jetzt schon 7 bis 8 Menschen pro Woche, die erfolglos nach einem Therapieplatz bei mir anfragen, viele weitere ohne HIlfe zurückbleiben. Kurzfristig mögen diese Maßnahmen Ausgaben reduzieren, jedoch werden sie sehr schnell zu viel höheren Folgekosten wie Klinikaufenthalten, längerer AU's u. ä. führen. Wie rechnen Sie das ein? Mit freundlichen Grüßen aus PAF, Michaela W., Verhaltenstherapeutin

