Warum ist eine Akademisierung und Vollzeitausbildung für OsteopathInnen überhaupt nötig? (Patientensicherheit ist kein Argument.)
Sehr geehrte Frau Borchardt,
ich habe bis Mitte/Ende der 2000er die osteopathsiche Berufspolitik erlebt. Die Vollzeitausbildung/MSc wurde seitens des VOD e.V. eigenmächtig ins Leben gerufen. Die Rechtsunsicherheit wurde der AbsolventInnen wurde als politisches Druckmittel strategisch geplant, das Argument der Patientensicherheit vorgeschoben. Gegenargumente: (1) Osteopathie ist als Heilkunde anerkannt => darf nur von HPs oder ÄrztInnen praktiziert werden => Patientensicherheit ausreichend gewährleistet. (2) Seit Jahrzehnten praktizieren tausende OsteopathInnen (die ja fast alle erfahrene Physiotherapeuten sind/waren) nach einer umfassenden Teilzeitausbildung zur höchsten Zufriedenheit der PatientInnen. (3)Dass Akademisierung eines Heilberufs qualitative Verbesserungen bringt, ist eine wissenschaftlich nicht belegte Hypothese. (4) Enorme Kostenexplosion und Bürokratisierung bei Anerkennung & Akademisierung. Werden diese Aspekte bei den Verhandlungen offen dikutiert?

