Wie soll die Qualität der frühkindlichen Bildung gesichert werden, wenn Träger durch finanzielle Engpässe gezwungen sein könnten, Personal abzubauen oder Investitionen zu reduzieren?
Sehr geehrte Frau L.,
vielen Dank für Ihre Nachricht.
Sie sprechen einen Punkt an, der auch für meine Fraktion im laufenden Gesetzgebungsverfahren zentral ist: Eine Neuordnung der Kita-Finanzierung darf nicht zulasten der Qualität frühkindlicher Bildung gehen. Gute Betreuung steht und fällt mit verlässlichen Rahmenbedingungen für die Kinder, für die Familien und nicht zuletzt für die pädagogischen Fachkräfte, die diese Arbeit tagtäglich leisten. Dass Träger in eine Lage geraten könnten, in der finanzielle Engpässe zu Personalabbau oder zurückgestellten Investitionen führen, ist genau eines der Risiken, das wir im Verfahren sehr ernst nehmen.
Das Gesetz befindet sich derzeit in der Ausschussberatung, und ich möchte ausdrücklich betonen: Dieser Prozess beginnt gerade erst. Wir prüfen den Entwurf sorgfältig entlang der Frage, ob die vorgesehenen Regelungen den tatsächlichen Bedingungen in den Einrichtungen gerecht werden, etwa mit Blick auf die Personalausstattung, bezahlbare Mittagessen und verlässliche Finanzierungswege für die Träger und die Sicherung fachlicher Standards. Wo wir Nachbesserungsbedarf sehen, werden wir uns im weiteren Verfahren dafür einsetzen. Die Anhörungen und die fachlichen Rückmeldungen aus der Praxis fließen dabei bewusst in unsere Bewertung ein.
Mit freundlichen Grüßen
Sebastian Rüter

