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Sebastian Fiedler
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Frage von Susanne Z. •

Was werden Sie tun, um das IFG nicht zum schlechteren für die Bürger:innen zu verändern?

Sehr geehrter Herr Fiedler,

das Informationensfreiheitsgesetz ist eine große Errungenschaft für unsere Demokratie. Ich bitte Sie herzlich, sich dafür einzusetzen, dass es nicht überteuerte Gebühren bekommt, dass die Hürde nicht hoch gesetzt wird für Anfragen - kurzum, dass es erhalten bleibt in seiner heutigen Form. Ich arbeite in einer Verwaltung und hatte noch NIE eine solche Anfrage. In meiner Zeit als Journalistin habe ich davon jedoch Gebrauch gemacht Es ist sehr wichtig, dass das so erhalten bleibt. Vielen Dank.

Mit freundlichen Grüßen

Susanne Z.

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Antwort von SPD

Sehr geehrte Frau Z.,

vielen Dank für Ihre Anfrage zur aktuellen Debatte rund um das Informationsfreiheitsgesetz (IFG).

Zunächst stelle ich gerne klar: Eine faktische Abschaffung des IFG, wie von vielen befürchtet, wird es mit der SPD-Bundestagsfraktion nicht geben!

Wir haben im Koalitionsvertrag vereinbart, das IFG unter Wahrung des Rechts auf Informationszugang weiterzuentwickeln, zu vereinfachen und verständlicher sowie transparenter zu machen. Diese Vereinbarung ist für uns klare Maßgabe.

Das Informationsfreiheitsgesetz ist eine demokratische Errungenschaft. Wer den Staat moderner machen will, darf Transparenz nicht abbauen. Eine Reform des IFG muss den Zugang zu Informationen einfacher, digitaler und schneller machen. Sie darf nicht die Kontrolle des Staates durch die Presse und die Zivilgesellschaftlich erschweren.

Selbstverständlich muss auch angesichts der dramatisch veränderten Sicherheitslage überprüft werden, ob die staatliche Resilienz und der Schutzbedarf etwa der kritischen Infrastrukturen sichergestellt ist. Dazu enthält das IFG nach unserer Einschätzung aber bereits heute notwendige Vorschriften zum Schutz der berechtigen staatlichen Sicherheitsbelange. 

Lediglich Veröffentlichungspflichten in den Spezialgesetzen etwa zu kritischen Infrastrukturen müssen nochmal unter den Prüfstand gestellt werden. Eine Reduzierung der bestehenden Auskunftsansprüche für Bürgerinnen und Bürger sowie für Presse und Zivilgesellschaft werden wir jedoch nicht mitmachen.

Ich hoffe, ich konnte Ihnen Ihre Sorgen etwas nehmen.

Herzliche Grüße

Sebastian Fiedler

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