Sebastian Everding draußen im Grünen
Sebastian Everding
Tierschutzpartei
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Frage von Melanie S. •

Welchen Standpunkt beziehen Sie bezüglich der Reform des Bildumgsystems? Mit dem Blick auf Chancengleichheit und politische Bildung.

Sebastian Everding draußen im Grünen
Antwort von
Tierschutzpartei

Liebe Frau S.,
vielen Dank für Ihre Frage. Das Theme Bildungspolitik findet sich jedoch primär in der Landespolitik der einzelnen Bundesländer und weniger im Europäischen Parlament wieder. 

Grundsätzlich gilt für mich und meine Partei aber: Es kann nicht sein, dass noch immer Herkunft und sozialer Status in Deutschland über den schulischen Erfolg entscheiden. Frühe Förderung muss bereits im Vorschulalter beginnen. Der Anspruch eines jeden Kindes auf einen Betreuungsplatz ist umzusetzen, geschulte und entsprechend ausgebildete Fachkräfte sind bereits in Kinderbetreuungsstätten einzusetzen. Für NRW haben wir im Rahmen der Vorbereitung auf die letzte Landtagswahl noch folgende wichtige Punkte herausgearbeitet: 

  • Grundlagen sollten für alle Schüler:innen unterrichtet werden, jedoch nur bis zu einer bestimmten Klassenstufe.
  • Danach sollte der/die Schüler:in die Fächer nach eigenen Präferenzen zusammenstellen können. Verpflichtend sollten nur noch eine bestimmte Anzahl von Fokusfächern sowie spezifischer Fächer wie Englisch, Ethik und Sport sein, da die Weltsprache zur Völkerverständigung unerlässlich ist, ethisches Verhalten in jeglichen Lebensbereichen vom Privaten bis zum Beruflichen das Wichtigste ist, das über allem anderen stehen sollte, sowie Sport, da er maßgeblich zur Gesundheit beiträgt.
  • Für alle oder einen Großteil der Schüler:innen geltende allgemeine Sportkurse sollten ab einer gewissen Klassenstufe abgeschafft werden, sodass das weit verbreitete Mobbing aufgrund schlechter sportlicher Leistungen in bestimmten Sportarten vermindert werden kann. Möglichst niemand sollte sich zum Sport gezwungen fühlen.
    Stattdessen sollten individuelle Kurse für einzelne Sportarten eingeführt werden, die die Schüler:innen je nach Präferenz wählen können. So sollte es möglich sein, für jede/n eine Sportart zu finden, die ihm/ihr Spaß macht, wovon die Fitness und Gesundheit der Heranwachsenden profitieren werden.
  • Das Fach Religion ist in einem säkularen Staat abzuschaffen. Stattdessen muss das Fach Ethik für alle ab der 1. Schulklasse verbindlich und darin Tierrechtsphilosophie eingebunden werden. Alle Religionen sollen in Ethik erklärt und diskutiert werden.
  • Darüber hinaus müssen Umweltschutz relevante und ethische Aspekte in alle Fächer integriert werden, denn eine gesunde Umwelt bzw. ein intakter Lebensraum für alle Menschen und Tiere sowie ethisches Verhalten im späteren Beruf sollten die Maxime des Handelns sein und nicht überwiegend Profitorientierung.
  • Einführung des Fachs EtNaTi (Ethik, Nachhaltigkeit und Tierschutz) in der Grundschule sowie weiterer Inhalte zum Thema Ernährung (z.B. praxisorientiert durch das Kochen von veganen Gerichten) und zum nachhaltigen Konsum.
  • Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE) schulformübergreifend einbinden, um so junge Menschen zu zukunftsfähigem Denken und Handeln zu befähigen.
  • Entsiegelung von 2/3 der Schulhofflächen und Schaffung von Urban Gardening – Angeboten in jeder Schulform.
  • Mehr als „Girls Day/Boys Day“: Optionales Schulpraktikum (min. 1 Woche) in einem Berufsbild, in dem der Anteil des anderen Geschlechts höher ist (z.B. Kita, Pflege usw.) ab der 8. Stufe.
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