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Viele Bürger akzeptieren keine neuen Windkraftanlagen. Könnten Offshore Anlagen die Alternative sein?

Frage von Jan S. am
Thema
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Antwort vom
Zeit bis zur Antwort: 32 Minuten 12 Sekunden

Lieber Jan, 

vielen Dank für Ihre Frage! Windkraft an Land ist in der Tat oft ein kontroverses Thema, nicht nur aus ästhetischen Gründen, sondern auch hinsichtlich Geräuschemission, Gefahren für Lebewesen und hoher Investitionskosten. Letztere sind bei Offshore definitiv höher und ebenfalls muss die Beeinträchtigung natürlichen Lebensraumes im Meer mitgedacht werden (Einfluss auf den Vogelflug, Korrosion etc.). 

Wenn wir besser früher als später aus den fossilen Energieträgern aussteigen wollen, führt an der Windkraft jedoch kein Weg vorbei. Offshore hat entscheidende Vorteile, insbesondere in Deutschland, da die Nordsee mit zu den windreichsten Regionen der Erde gehört. Unter Berücksichtigung oben erwähnter Risiken ist es meiner Meinung nach aktuell definitiv eine Alternative, mehr Offshore - Windparks zu errichten. Allerdings wird man im Zuge der Energiewende nicht drum herum kommen, auch mehr OnShore-Gebiete auszuweisen. Weitere Alternativen, das Meer zu nutzen können auch Wellen- oder Gezeitenkraftwerke sein. Aber auch hier gilt, dass "aus den Augen" eben nicht "aus dem Sinn" sein sollte und gerade im Meer sensible Lebensräume (zum Beispiel das Wattenmeer) zu erhalten und schützen sind. 

Kurzum: Wir brauchen Investitionen in On- und Offshore. Ich verstehe, warum es einige Gegner von Windparks an Land gibt, dennoch überwiegen meines Erachtens nach die Vorteile. Und wer weiß, vielleicht sorgen andere nachhaltige Technologien und effizientere Windräder in Zukunft dafür, dass Windparks auch zurück gebaut werden können.

Herzliche Grüße

Sebastian Bollien