Warum scheut der deutsche Staat die Bildungspflicht wie der Teufel das Weihwasser?
Frau Esken,
Ich bin seit vielen Jahren in die USA entsandt. Wir haben 4 Kinder im Heimunterricht über viele Jahre unterrichtet. Die ältesten Kinder sind sehr selbständig und bringen sehr gute Noten nach Hause (Test finden trotzdem statt). Diese freiwillige Form der Erfüllung des Bildungsauftrags erlaubt unheimlich viel Freiheit, es spart öffentliche Ressourcen und ermöglicht der Familie die Zeit besser als Familie zu verbringen.
Warum scheut sich der Gesetzgeber so dieses Thema zu flexibilisieren? Warum überlässt man das Thema der AFD?
Wäre ich in Deutschland, würde die Schulpflicht meiner 5 Kinder meine eigene verfassungsmäßig geschützte Freizügigkeit für ca 25Jahre aushebeln. Eine Lockerung würde aus meiner Sicht einen Beitrag leisten Familien unter Ersparnis von HHM etwas entgegen zu kommen. Wichtig, es bliebe die Leistungsüberprüfung zu den Halbjahren. Warum nur ist in Deutschland der Weg zur Leistung wichtiger als das Resultat? Ist es Angst vor Ungleichheit und Privilegierung?

