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Sander Frank
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Frage von Franz S. •

Wie wichtig ist ihnen der Austausch mit Erstwählern und jungen Menschen? Wie gehen sie gezielt auf ihre Fragen und Wünsche ein?

Sehr geehrter Herr Frank, vielen Dank für das beantworten meiner Frage. Hintergrund ist, dass ich als Lehrer gerne wissen würde, wie sie auf die Wünsche und Interessen der Jugendlichen Erstwähler eingehen und diese erfahren. Vielen Dank

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Antwort von Die Linke

Sehr geehrter Herr S.

Herzlichen Dank für Ihre Frage und Ihr Interesse an unseren politischen Positionen. Der Austausch über Plattformen wie Abgeordnetenwatch ist ein wichtiger Bestandteil eines lebendigen demokratischen Diskurses.

Der Austausch mit Erstwählenden und Jugendlichen ist mir und meiner Partei ein wichtiges Anliegen. Das sehen wir nicht zuletzt an den hohen Zustimmungswerten bei jungen Menschen. Die Partei hat im letzten Jahr viele neue Mitglieder gewonnen, insbesondere junge Menschen. Auch bei uns im Bodenseekreis sind viele junge Menschen neu beigetreten. Insofern sind Erstwählende und Jugendliche in der Partei stark eingebunden und haben aktiv am Programmprozess teilgenommen. Auch unsere aussichtsreichen Listenplätze für die Landtagswahl sind größtenteils mit Kandidierenden unter 30 Jahren besetzt, zu denen ich auch zähle.

Darüber hinaus suche ich den Kontakt zu jungen Menschen bei Wahlkampfveranstaltungen wie Podiumsdiskussionen, Infoständen oder Fachgesprächen. Ich engagiere mich ehrenamtlich in verschiedenen Initiativen und zivilgesellschaftlichen Bündnissen, beispielsweise im Bereich der Nachhaltigkeit, für Demokratie und Vielfalt oder für einen Stopp der Angriffe im kurdischen Autonomiegebiet Rojava. Auch hier treffe ich auf viele junge Menschen.

Nach der Wahl möchte ich im Falle eines Einzugs in den Landtag ein Abgeordnetenbüro in Friedrichshafen eröffnen. Ziel ist es, dieses Büro für Jugendliche sowie zivilgesellschaftliche Akteurinnen und Akteure zu öffnen. Als ich gemeinsam mit anderen aktiv die Ortsgruppe von Fridays for Future gegründet habe, mussten wir selbst die Erfahrung machen, dass es an Räumlichkeiten für Planung und Austausch mangelt. Daher mussten wir die Ortsgruppe zunächst auf meinem Sofa in meiner damaligen WG gründen.

Jugendliche haben wenig Möglichkeiten, sich ohne Konsumzwang in geschützten Räumen zu treffen, sondern müssen oft auf öffentliche Plätze oder Cafés ausweichen. Dem möchte ich mit einem offenen linken Büro entgegenwirken und den Austausch mit Jugendlichen und jungen Menschen weiter ausbauen. Darüber hinaus ist mir auch im Falle einer Wahl die Anbindung an Vereine, Initiativen, Verbände und zivilgesellschaftliche Bündnisse sowie Jugendparlamente oder den Landesschülerinnen- und Landesschülerbeirat wichtig.

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