Frage an Ronald Pohle von Wbret Xenhfr bezüglich Soziales und Familie

04. August 2009 - 15:51

Sehr geehrter Herr Pohle,

ich sah heute Ihr Wahlkampfmobil. Die alte feuerwehr. Wenn ich sagen darf (natürlich positiv gemeinet) ene nette verrückte Idee. Auf Ihrer Feuerwehr stan: "Wer Leistung will, muß sie auch wählen."

Meine Frage hinsichtlich dieses Spruches ist:
Beziehen Sie diesen auf sich selbst (also das sie eine oder mehrere leistungen für den leipziger Osten erbrahct haben) oder darauf das nur sogenannte Leistungsträger unserer Gesellschaft wählen dürfen? Wie sieht es mit den Nicht-Leistungsfähigen (ich meine nicht die Nicht-Leisttungswilligen) aus. Viele Menschen können aufgrund von körperlichen oder sozialen Einschränkungen nicht die Leistung erbringen die sie wollen.

Frage von Wbret Xenhfr
Antwort von Ronald Pohle
09. August 2009 - 12:10
Zeit bis zur Antwort: 4 Tage 20 Stunden

Sehr geehrter Herr Krause, vielen Dank für Ihre Frage zu meinen
Wahlkampfaktionen und Aussagen.

Der Landtagswahlkreis 29 wartet mit einigen Besonderheiten auf, er ist bezogen auf die Wahlberechtigten einer der kleinsten Wahlkreise in Leipzig und hat bei den letzten Wahlen in einigen Bereichen die schlechteste Wahlbeteiligung gehabt. Damit verbunden war auch das verhältnismäßig hohe Abschneiden der NPD.

Eines meiner wichtigsten Anliegen ist die Erhöhung der Wahlbeteiligung. Um dieses Anliegen durchzusetzen, habe ich eine Reihe von Aktionen geplant.

Einige seien an dieser Stelle genannt: Jedem Fußballverein im Wahlkreis eine Trainingstorwand - gestellt durch den CDU-Kandidaten und Unternehmer Ronald Pohle. Der Einsatz der Feuerwehr mit Wurstgrill und Hydranten mit Zapfanlage für Limo und Bier. Die Fahrt des Nachbaus der historischen Lokomotive Saxonia durch alle Ortsteile des Wahlkreises. Darüber hinaus noch weitere Aktionen im Verlauf der letzten Wochen im Wahlkampf.

Die von Ihnen angesprochenen Sprüche beziehen sich auf die Wahlberechtigten, die nicht wählen gehen, aber unzufrieden sind und lamentieren. Der Anspruch in unserer Gesellschaft mehr zu bekommen als zu geben, und am besten noch den Wunsch von den Lippen abgelesen zu bekommen, zeigt sich auch in der Bereitschaft wählen zu gehen oder etwas unentgeltlich oder ehren-amtlich zu leisten. Wir leben in einer Solidargesellschaft auf hohem Niveau. Der Sinn des Spruches soll die Mindestaufgabe eines jeden Mitglieds unserer Solidargemeinschaft, den Bürgerinnen und Bürgern darstellen, wenn man Teilhabe möchte muss man auch teilnehmen.

Dies beantwortet Ihre Frage auf die Teilnahme von Nichtleistungsträger unserer Gesellschaft. Wir sitzen alle im Boot, und die Stärke unserer Gesellschaft liegt in der Gemeinsamkeit. Wenn wir das Subsidiaritätsprinzip, Jeder leistet das was er kann zum Nutzen der Gemeinschaft, leben wollen, muss es auch von weiten Teilen der Bevölkerung getragen werden.

Die Nichtteilnahme an den Wahlen stellt einerseits die Freiheit unseres Systems dar, spiegelt andererseits aber auch den Zustand des Systems wider.

Die klare Aussage meines Spruches soll bei den Wahlberechtigten auch ein Nachdenken über die Chance der Wahl hervorrufen.
Die Möglichkeit bei der Wahl mit 2 Stimmen zu agieren, stellt eine hervor-ragende Chance dar, seinen Willen auszudrücken.
Die Erststimme ist für eine Person die den Wahlkreis im Parlament vertreten soll. Wer kann die höchstmögliche Leistung und das beste Ergebnis erzielen? Mein Ansatz ist hier, wer hat bisher im Wahlkreis für die Bürgerinnen und Bürger gewirkt und bewiesen, dass Leistung und Engagement messbar ist.

Wählen ist Bürgerrecht und Bürgerpflicht, wenn man sich selbst als Mitglied der Bürgergesellschaft betrachtet und Leistungen aus dieser erwartet.

Eine gute Zeit wünscht Ihnen Ronald Pohle