Wie stehen Sie zur geplanten Budgetierung von Psychotherapie?
Sehr geehrter Herr Kiesewetter,
die geplante Budgetierung von Psychotherapie wird psychotherapeutische Praxen wie meine sehr hart treffen und wirtschaftliches Arbeiten unmöglich machen, sodass ich mir eine Anstellung werde suchen müssen oder auf Privatpatienten ausweichen muss (was eigentlich vollkommen meinen Werten widerspricht). Das Angebot für gesetzlich Versicherte werde ich voraussichtlich auf das vorgeschriebene Minimum von 10-12 Sprechstunden pro Woche reduzieren. Und schon jetzt steht auf meiner Homepage "Aktuell keine freien Therapieplätze", damit ich der vielen Anfragen überhaupt Herr werden kann. Eigentlich wollte ich meine Sprechzeiten gerade um einen weiteren Arbeitstag aufstocken.
Aber so werden ja noch mehr Menschen lange krank geschrieben bleiben, in Kliniken eingewiesen werden, Erwerbsminderungsrente beantragen. Ganz zu schweigen von dem Leid der Betroffenen und bspw. deren Kindern!
Bitte unterstützen Sie uns die Budgetierung abzuwenden!
MfG
Dorothee G.

