Wie rechtfertigen Sie die Abschaffung der Verhinderungspflege ab 2027, die Familien wie meine mit zwei pflegebedürftigen Kindern, die man nicht fremdunterbringen kann, völlig im Stich lässt?
Sehr geehrter Herr Springer,
als Mutter von zwei pflegebedürftigen Kindern blicke ich mit großer Sorge auf das Pflegeneuordnungsgesetz 2027. Die geplante Abschaffung des extra Budgets für Verhinderungspflege ist für uns eine Katastrophe.
Eine vollstationäre Kurzzeitpflege ist für meine beiden Kinder keine Option, sie können und dürfen nicht einfach in fremde Einrichtungen gesteckt werden. Wir sind zwingend auf die stundenweise, flexible Vertretung durch vertraute Privatpersonen zu Hause angewiesen. Zukünftig soll dieses Geld jedoch vom regulären Pflegegeld abgezogen werden. Das bedeutet für uns: Entweder wir verzichten auf das monatliche Pflegegeld oder wir stehen bei Ausfall völlig ohne Entlastung da.
Das neue Gesetz ignoriert die Realität von Familien mit pflegebedürftigen Kindern komplett. Wie wollen Sie sich im Bundestag dafür einsetzen, dass die eigenständige Verhinderungspflege für häuslich Pflegende erhalten bleibt?

