Philippe Singer
CDU

Frage an Philippe Singer von Wraf Ercn bezüglich Sport, Freizeit und Tourismus

08. Februar 2021 - 10:37

Sehr geehrter Herr Singer,
als Betreiber eines Yogastudios, möchte ich von Ihnen wissen, wie Sie zu den aktuell diskutierten Stufenplänen zur Öffnung der Wirtschaft aus dem aktuellen Coronalockdown stehen.
Und ob Sie sich dafür einsetzen, dass uns als Kleinunternehmer und Soloselbständige wieder eine langfristige Perspekive und Planbarkeit ermöglicht wird.

Vielen Dank für Ihre Antwort und viele Grüße

Frage von Wraf Ercn
Antwort von Philippe Singer
08. Februar 2021 - 17:21
Zeit bis zur Antwort: 6 Stunden 44 Minuten

Sehr geehrter Herr Repa,

vielen Dank für Ihre Anfrage.

Die aktuellen Entwicklungen zeigen uns sehr deutlich, dass sämtliche Maßnahmen fortlaufend überprüft und ggf. auch angepasst werden müssen.

Meiner Meinung nach waren und sind die getroffenenen Maßnahmen richtig und wichtig und haben einen entscheidenden Beitrag dazu geleistet, dass die Infektionszahlen trotz teilweise besorgniserregender Entwicklungen wieder abgesenkt werden konnten.

Dennoch ist es an der Zeit den Menschen auch Perspektiven an die Hand zu geben, hier insbesondere den Inhabern und Mitarbeitern von Kinos, Geschäften, Sportstudions, Friseuren und weiteren betroffenen Institutionen. Meinem Empfinden nach wurden in diesen Bereichen in den vergangenen Monaten zahlreiche zeit- und kostenintensive Maßnahmen durchgeführt, die zur Minimierung des Infektionsrisikos beigetragen haben. Die stufenweise Öffnung, die Sie angesprochen haben, kann ich in Grundzügen teilen. Ich halte es für richtig, dass nicht in einem Schritt alle betroffenen Geschäfte und Einrichtungen geöffnet werden, so bleibt die Möglichkeit bestehen, kurzfristig und gezielt auf ggf. auftretende Entwicklungen zu reagieren.

Dennoch sehe ich einen Ansatz in einer anderen, vielleicht auch für die Zukunft denkbaren Verfahrensweise:

Zunächst müssen zugesicherte Hilfen schnell und unkompliziert bei berechtigen Anspruchinhabern ankommen.
Geschäfte und Einrichtungen sollten nicht im Gießkannenprinzip mit Maßnahmen übergossen werden;  wenn Verstöße oder Negativentwicklungen festgestellt werden muss jedoch mit sämtlichen, zur Verfügung stehenden Konsequenzen reagiert werden, in letzter Instanz auch mit temporären Schließungen.
Den Betroffenen müssen transparent Perspektiven aufgezeigt werden.

Ich hoffe, ich konnte Ihnen meinen Standpunkt zur übermittelten Frage darstellen.

Bleiben Sie gesund!

Philippe A. Singer